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Das zeige auch die Einbindung privater Investoren, die den gleichen Preis gezahlt hätten. "Sonst hätten wir das nicht gemacht." Zu einem späteren Zeitpunkt wäre ein Engagement möglicherweise teurer geworden. Die Hamburger Bürgerschaft soll bis Ende März dem Anteilskauf zustimmen. Eine entsprechende Bitte hat der Senat am Dienstag verabschiedet.
Scholz betonte erneut, dass die Stadt die Anteile nicht behalten sondern im Rahmen eines Börsengangs wieder verkaufen wolle, sobald sich dafür eine passende Gelegenheit biete. Auch ein völliger Rückzug aus dem Unternehmen sei denkbar, sofern die strategischen Interessen der Stadt gesichert seien. Dabei gehe es nicht darum, dass mögliche Erwerber unbedingt ihren Sitz in Deutschland haben müssten. Zum möglichen Zeitpunkt eines Börsengangs wollte sich Scholz nicht festlegen. Er wies aber darauf hin, dass bereits vor einem Jahr die Vorbereitungen für einen Börsengang weit fortgeschritten waren und alle rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen vorliegen. Damals kamen die Katastrophen in Japan dazwischen.
Hamburg investiert im Rahmen des Konsortiums Albert Ballin 420 Mio. EUR in Hapag-Lloyd, nachdem die Vorgängersenate sich bereits mit 700 Mio. EUR bei der Reederei engagiert hatten. "Der erste Schritt wäre nicht zu rechtfertigen, wenn jetzt nicht der zweite Schritt folgen würde", sagte Scholz. Dann wäre die Gefahr nicht ausgeräumt gewesen, dass die Mehrheit an Hapag-Lloyd in "falsche Hände" geraten und wirtschaftliche Aktivitäten von Hamburg an andere Standorte verlagert werden könnten. Die Reederei ist mit ihren Partnern an rund 40 Prozent des Hamburger Containerumschlags beteiligt und vergibt im Hafen Aufträge über 500 Mio. EUR.
Den Hamburger Steuerzahler hat die Hamburger Beteiligung an Hapag-Lloyd seit 2008 rund 80 Mio. EUR gekostet. Das sei eine "gefühlte Zahl", sagte Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD), die wegen unterschiedlicher Finanzierungsinstrumente nur kalkulatorisch ermittelt werden könne. Durch die Aufstockung kommen 10 Mio. EUR netto pro Jahr dazu. Bei einem Verkauf will die Stadt mindestens ihren Einstandspreis und die gezahlten Zinsen erlösen. "I want my money back (Ich will mein Geld zurück)", sagte Scholz und zitierte damit die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher. Hapag-Lloyd sei ein gut aufgestelltes Unternehmen, von dem er schon für das Jahr 2012 eine Dividende erwarte. (dpa)






