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Insgesamt etwa 1,7 Mrd. Euro flossen seit 1991 in den Aus- und Neubau der in Sachsen etwa 210 Kilometer langen A 4. In alle 530 Autobahn-Kilometer des Freistaates zusammen wurden laut Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) seit 1991 mehr als 4 Mrd. Euro gesteckt. Bis zur Wende habe es in Sachsen nur 400 Autobahnkilometer gegeben, hieß es.
Dazu gehörte schon damals die inzwischen verlängerte und verbreiterte A 4, für Morlok nun "eine der wichtigsten West-Ost-Verbindungen für den Straßenverkehr in Mitteleuropa". Während er dabei den Bogen vom Rhein-Main-Gebiet bis zu den polnischen Zentren Wroclaw und Krakow spannte, machte es sein Dresdner Parteifreund, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, noch eine Nummer größer: Mit 8000 Kilometern sei die Verbindung die "längste Europastraße" - vom französischen Calais bis zur kasachisch-chinesischen Grenze.
Tatsächlich galt vor allem der bereits vor elf Jahren vollendete Neubau des knapp 24 Kilometer langen Teilstücks von Weißenberg bis Görlitz in Ostsachsen als wichtigste A-4-Maßnahme - ermöglichte sie doch die durchgehende Verbindung nach Polen mit der EU-Osterweiterung. Die Grenzöffnung habe die A-4-Verkehrsbelastung auf 40.000 Fahrzeuge pro Tag erhöht, sagte Mücke als Vertreter von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bei der Freigabe- Zeremonie. Auch deshalb sei der Ausbau einer "seit praktisch 60 Jahren unveränderten Autobahn notwendig" gewesen.
Anbindung an die A 72 fehlt noch
Bis 2013 werde auch die ersehnte Autobahn-Anbindung zwischen Chemnitz und Leipzig über die A 72 fertig sein, gab sich Mücke überzeugt. Morlok sekundierte, dass die dortigen Bauarbeiten im Zeitplan liegen und Autofahrer bereits 2012 "durchgängig vierspurig" von Chemnitz nach Leipzig gelangen werden. (dpa)






