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Eine bis Dienstag vereinbarte Anzahlung von 1 Mio. Euro sei nicht überwiesen worden, sagte der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Rainer Lampe, in Magdeburg. Das Land werde sich nun neu orientieren und das Areal nicht mehr als Flughafen, sondern als Gewerbe- und Industriepark vermarkten. Man werde in Eigenregie um Investoren werben, zusätzliche Belastungen für den Landeshaushalt solle es nicht geben.
Ende vergangenen Jahres hatte die Landesregierung den Verkauf des Flughafens im Salzlandkreis an das International Investment House of Abu Dhabi beschlossen. Die Araber hatten einen Kaufpreis von 9 Mio. Euro geboten und Investitionen von bis zu 60 Mio. Euro in ein Frachtflugzentrum sowie bis zu 200 neue Arbeitsplätze in Aussicht gestellt. Im Mai hatte die Firma vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise um einen Aufschub des kompletten Kaufpreises um bis zu zwei Jahre gebeten und die zugesagten Investitionen zurückgestellt.
Der frühere russische Militärflugplatz 35 Kilometer südöstlich von Magdeburg verursacht seit Jahren immer wieder Probleme. 2002 war er pleitegegangen, ehe er vier Jahre später wiedereröffnet wurde. In den 90er Jahren wurde der Flughafen mit Hilfe von 60 Mio. Euro Fördermitteln ausgebaut. So wurde die Landebahn vergrößert und ein Passagierterminal erbaut, ohne dass es je nennenswerten Flugbetrieb gab. (dpa)






