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Ambitionierte Maßnahmen für eine nachhaltige Gütermobilität sind erforderlich, um den CO2-Anstieg des Güterverkehrs zu bremsen, sagte Reiche. Auf dem DVZ-Forum "Green Logistics" mahnte die Politikerin: "Wir müssen darauf achten, wie wir wachsen und dass dieses Wachstum nachhaltig ist."
Die gegenwärtige Krise sei auch eine Krise der Kurzfristigkeit, sagte sie. Wirtschaftswachstum müsse zukünftig in einem qualitativen Sinn verstanden werden. Dazu gehöre umweltfreundliches Wirtschaften. Der Güterverkehr werde bis 2050 30 Prozent mehr CO2 erzeugen als 1990. Heute trage der deutsche Gütertransport aller Verkehrsträger sechs Prozent zum CO2-Ausstoß bei.
Für Deutschland "unakzeptabel" sei, was die EU an CO2-Vorgaben für kleine Nutzfahrzeuge vorgeschlagen habe, kritisierte Reiche. Die bislang kursierenden Werte passten nicht zu den Produktionszyklen der Hersteller. Allerdings relativierte die Staatssekretärin: "Wir werden die Branche nicht überfordern – Sie kommen aber um Veränderungen nicht herum." EU-Nachbarn mit einer weniger ausgeprägten Automobilindustrie hätten für Rücksicht gegenüber den deutschen Kfz-Herstellern wenig Verständnis. Wenig Hoffnung machte Reiche der Transportbranche in Bezug auf die neue Schadstoffklasse Euro 6: "Ich sehe keine Verschiebung."
Rogge: Können nicht alle zwei Jahre Fuhrpark erneuern
An der vom 1. Januar 2013 an geltenden Schadstoffklasse übte Karlheinz Schmidt harte Kritik. Sollten von 2017 an CO2-optimierte Lkw auf den Markt kommen, werde das Interesse an Euro-6-Lkw genauso rapide sinken wie deren Wiederverkaufswert, prognostizierte der Hauptgeschäftsführer des deutschen Gütertransportverbands BGL. "Wir können nicht alle zwei Jahre in komplett neue Fuhrparks investieren", hatte zuvor Heiner Rogge gewarnt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV): "Wir brauchen vier, fünf Jahre Amortisationszeit." Von Mitte kommenden Jahres an soll auch der Kauf von Euro-6-Lkw gefördert werden.
Reiche räumte ein, dass die gegenwärtige Praxis der Umweltzonen unbefriedigend sei. Bund und Länder arbeiteten aber an "harmonisierten Regelungen". DVZ 10.6.2010
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