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Er habe sich bei einer Autofahrt vom Chiemgau nach Bonn "über einen Überholvorgang von über fünf Kilometern geärgert", sagte der Minister der "Rheinischen Post" mit Blick auf Lastwagen, die oft die Überholspur blockieren. Die Entscheidung, ein Lkw-Überholverbot anzuordnen, liege "bei den jeweiligen Bundesländern", sagte Ramsauer.
Ramsauers Forderung stößt in Baden-Württemberg auf offene Ohren. Schon 2008 habe sich die CDU/FDP-Landesregierung für ein generelles Lkw-Überholverbot auf zweispurigen Autobahnen eingesetzt, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Freitag in Stuttgart. In der Verkehrsministerkonferenz habe man sich damit aber nicht durchsetzen können.
Ramsauer will zudem die Standardbauzeit von bislang 90 Tagen für fünf Kilometer Autobahn-Deckenerneuerung verkürzen. "Wir wollen das auf 60 Tage reduzieren", sagte der Minister. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Staus in Deutschland beliefen sich nach Schätzungen des Verkehrsressorts auf rund 100 Mrd. Euro jährlich. Ramsauer unterstrich: "Eine Pkw-Maut steht nicht auf der Tagesordnung." Keine "Denkverbote" gebe es jedoch, "wie man jenseits der herkömmlichen Haushaltsfinanzierungen zu anderen Straßenfinanzierungsmöglichkeiten kommen könnte". Auch der privat finanzierte Bau von Autobahnen sei eine Möglichkeit, sagte Ramsauer. (dpa)






