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Der schleswig-holsteinische Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörn Biel sagte bei der Anhörung im Verkehrsausschuss nach Angaben des Bundestags-Pressedienstes, angesichts des stark ansteigenden Verkehrs würden die vorhandenen Verkehrsverbindungen nicht ausreichen. Auch der Präses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, Bernd Jorkisch, verwies auf den zunehmenden Verkehr.
Nach Angaben von „Heute im Bundestag“ sprach sich allerdings Malte Siegert vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gegen das Projekt aus. Die ökologischen Folgen seien völlig unabsehbar, der volkswirtschaftliche Nutzen negativ.
Peter Lundhus, Geschäftsführer von Femern Bælt A/S, argumentierte dagegen, die geplante Verbindung werde mit „sehr viel Respekt“ vor den Menschen und der Natur errichtet.
Ratifizierung gilt als gesichert
Der Bundestag muss den Staatsvertrag vom 3. September 2008 zwischen Deutschland und Dänemark zum Bau der Fehmarnbelt-Querung noch endgültig ratifizieren. Eine Mehrheit gilt als sicher. Der Bundesrat hatte in einer ersten Befassung mit dem Projekt keine Einwände vorgebracht. Sie soll die deutsche Ostsee-Insel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden und die Fahrzeit von Kopenhagen nach Hamburg um eine Stunde verkürzen.
Das dänische Parlament hat die Querung bereits am 26. März endgültig gebilligt. Dänemark will die Kosten von etwa 4,4 Mrd. Euro für den Bau einer 19 Kilometer langen festen Verbindung alleine tragen. Sie sollen durch Mautgebühren finanziert werden. Als sehr wahrscheinlich gilt der Bau einer Schrägseilbrücke bis zum Jahr 2011. Vor Baubeginn soll aber auch noch als Alternative die Schaffung eines Tunnels untersucht werden. (dpa)





