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Die Fertigstellung der Y-Trasse kommt nach Ansicht von Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) zu spät um bereits vorhandene Engpässe auf der Strecke abzufangen. Das Land halte aber an der geplanten Bahntrasse von Hannover in Richtung Hamburg und Bremen fest, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag im Landtag in Hannover. Das Umweltbundesamt hatte die Baupläne in einer Studie als ineffektiv und zu teuer kritisiert. Bode sagte jedoch, die Trasse sei dringend notwendig, um die dortige Situation im Güter- und Personenverkehr in den Griff zu bekommen. Daher unterstütze das Land mit eigenen Maßnahmen eine Überbrückung bis zur Fertigstellung.
Trotzdem bleibt der Minister skeptisch, ob die Trasse überhaupt gebaut wird. Es sei zu befürchten, dass es bei ungebremst steigenden Kosten des Projektes "Stuttgart 21" im Bundeshaushalt zu einem Investitionsstau für andere, dringend benötigte Baumaßnahmen auf der Schiene kommen könnte, sagte Bode. "Das könnte auch Projekte im Norden betreffen."
Dies widerspräche den von der Bundesregierung gesetzten Schwerpunkten zugunsten der Hafenhinterlandanbindung, sagte Bode. Er habe veranlasst, dass das Bundesverkehrsministerium auf der anstehenden Verkehrsabteilungsleiterkonferenz der Länder die aktuellen Investitionsschwerpunkte und geplanten Großprojekte auf der Schiene vorstelle. Zudem solle das Thema auf der Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz Mitte Oktober stehen.
Transparenz gefordert
Angesichts der knapper werdenden Mittel sei eine nachvollziehbare Verteilung für die Länder von besonderem Interesse, sagte Bode. "Umso mehr, als die Transparenz beim Ausbau der Schieneninfrastruktur nicht in gleichem Maße gegeben ist wie beim Straßenbau." (dpa)





