-Anzeige-
Umweltverbände stellten am Mittwoch im Jaderberg (Niedersachsen) ein wissenschaftliches Gutachten vor, wonach die betroffenen Flächen besonders für arktische Gänse von internationaler Bedeutung seien. „Ein Eingriff wäre also rechtswidrig“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbundes im Oldenburger Land (NABU), Horst Lobensteiner. Notfalls wollen die Vogelschützer gegen den Bau klagen.
Die A 22 soll künftig von Westerstede bei Oldenburg nach Drochtersen im Kreis Stade verlaufen. Der Antrag liegt zurzeit beim Bundesverkehrsministerium. Das vom NABU und dem Bund für Umwelt und Naturschutz bei einem Biologen in Auftrag gegebene Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Vögel wegen der vorgesehenen Trasse in der südlichen Jader Marsch mehr als 230 Hektar oder ein Fünftel ihres Lebensraumes verlieren würden. „Genau in den Bereichen, die ganz wichtig sind für die Gänse, soll die Autobahn verlaufen“, kritisierte Lobensteiner. (dpa)





