-Anzeige-
"Am Boden haben wir Schengen", sagte er am Freitag zum Abschluss des Weltverkehrsforum ITF in Leipzig. Den europäischen Luftraum koordinierten inzwischen 47 Aufsichtsbehörden. Flugzeuge könnten deshalb oft nicht den optimalen Weg fliegen, sondern müssten Umwege machen.
Mit einem einheitlich koordinierten Luftraum dagegen sei eine Senkung des CO2-Ausstoßes um zwölf Prozent möglich - "auf einen Schlag". Lufthansa werde bis 2020 den CO2-Ausstoß um 25 Prozent pro Flugkilometer senken, kündigte Mayrhuber an. Außerdem sehe er den Einsatz von Biosprit als reelle Option.
Bundespräsident Horst Köhler hatte Transportbranche und Politik am Donnerstag unter Verweis auf die Umweltverschmutzung dazu aufgefordert, sich den wahren Kosten zu stellen. Er regte eine Abschaffung der Steuerbefreiung für Flugzeugsprit an. Lufthansa-Chef Mayrhuber argumentierte, dass ein Euro pro Liter Kerosin in Gebühren fließe, die das Flugwesen für die Finanzierung seiner Infrastruktur zahle.
Verkehr verdreifacht sich bis 2050
Bei dem dreitägigen Welttreffen der Verkehrsbranche hatten seit Mittwoch rund 900 Experten über die Zukunft von Mobilität und Transport diskutiert. Einer Studie der Entwicklungsorganisation OECD zufolge, bei der das ITF angesiedelt ist, werden sich Autoverkehr, Frachttransport und Luftverkehr bis 2050 verdreifachen. Die Verkehrsminister von 52 OECD-Mitgliedsstaaten mahnten in einer Abschlusserklärung eine stärkere Kooperation zwischen Staaten und Regionen, in der Industrie und über Grenzen hinweg an, um Forschung und Entwicklung voranzutreiben. (dpa)
www.internationaltransportforum.org
Rede von Bundespräsident Horst Köhler






