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Die Abgabe soll für alle Passagiere erhoben werden, die in Deutschland starten. Nach ersten Schätzungen des Flughafenverbands ADV könnten Tickets dadurch 14 Euro teurer werden.
Eine Lufthansa-Sprecherin sagte zu den Plänen: „Sollte das zutreffen, wäre das ein schwarzer Tag für den Luftverkehrsstandort Deutschland.“ Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften verwies darauf, dass die Airlines nach den Ausfällen wegen des Vulkanausbruchs in Island einen Schaden von 190 Mio. EUR gehabt hätten. „Sie dafür jetzt auch noch mit einer Luftverkehrsabgabe zusätzlich zu belasten, ist einfach unfassbar und spottet jeder wirtschaftlichen Vernunft.“
Dagegen begrüßte der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland die Pläne: „Eine nach ökologischen Kriterien gestaffelte Gebühr kann dazu beitragen, den klimaschädlichen Flugverkehr in umweltverträglichere Bahnen zu lenken.“
Wie die neue Abgabe konkret aussehen soll, blieb zunächst unklar. Geplant sei eine differenzierte Ausgestaltung nach Kriterien wie Lärm und Energieverbrauch, teilte die Bundesregierung mit. Im Flugverkehr seien mehr Anreize für umweltgerechtes Verhalten nötig. Eine internationale Flugbenzinsteuer sei aber kurzfristig unwahrscheinlich. Die nationale Abgabe soll bis zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den CO2-Emissionshandel erhoben werden. Damit werde vorweggenommen, was für 2013/14 bereits auf europäischer Ebene vereinbart sei. (dpa/sm)





