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Ein Feldversuch mit längeren Lastzugabmessungen bekommt im Masterplan hohe Priorität. Ziel des Treffens in Berlin war es, die im Masterplan vorgesehenen Maßnahmen zu priorisieren. Gleichzeitig will Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Plan, den sein Vorgänger Wolfgang Tiefensee (SPD) erarbeiten ließ, seinen eigenen verkehrspolitischen Grundsätzen anpassen. Beispielsweise wurde der in der Verkehrswirtschaft umstrittene Punkt der Einbeziehung externer Kosten in die Wegekostenrechnung gestrichen. Ramsauer ist gegen eine Verteuerung des Verkehrs.
Ebenfalls gestrichen wurde die zeitliche und räumliche Differenzierung der Lkw-Maut. Neu als eigenständiger Punkt aufgenommen wurde ein Feldversuch mit den sogenannten Longlinern. Die überlangen Lastzugkombinationen waren für Tiefensee kein Thema, Ramsauer hingegen steht einem Feldversuch in Deutschland trotz massiver Bedenken der Bahnlobby positiv gegenüber. Der Feldversuch bekommt sogar hohe Priorität.
Gleiches trifft für eine Reihe anderer Masterplanmaßnahmen zu: der Ausbau des Parkflächenangebotes an Autobahnen, die Verbesserung und Vernetzung des Verkehrsmanagements, die Aufstockung der Mittel für den Kombinierten Verkehr sowie der Gesamtkomplex "Umwelt- und klimafreundlicher Verkehr" sowie "Gute Arbeit und gute Ausbildung im Transportgewerbe".
Studie in Arbeit
Entschärft wurde der umstrittene Punkt "Optimierung der Transitverkehre": Er bezieht sich nun auf alle Langstreckenverkehre. Eine Studie zu diesem Thema soll im Sommer erscheinen.
Mehrere Teilnehmer der Gesprächsrunde äußerten sich zufrieden mit den Modifizierungen und lobten insbesondere die Gesprächsführung von Staatssekretär Scheuer. Die Ergebnisse der Überarbeitung sind allerdings vorläufig. Den überarbeiteten Masterplan will Verkehrsminister Ramsauer im September vorstellen. DVZ 22.5.2010
Einen KOmmentar zum Thema lesen Sie in der DVZ vom 22. Mai 2010 auf Seite 2






