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Das Land seinerseits will wiederum ebenfalls mehr als 600 Kilometer Straße den Kommunen anbieten. All das soll in einem Landesstraßenbedarfsplan festgeschrieben werden, den das Landesverkehrsministerium zurzeit erarbeitet.
Der Bund begründet das Ausdünnen seines Straßennetzes mit dem Ausbau der Autobahnen. In Thüringen steht mit dem Lückenschluss der Nord-Süd-Verbindung von Sömmerda nach Sangerhausen im Jahr 2013 das letzte Großprojekt vor dem Abschluss. "Dann wird sich das Autobahnnetz seit 1990 mit jetzt 550 Kilometern mehr als verdoppelt haben", sagte Landesverkehrsminister Christian Carius (CDU). Von den Bundesstraßen verbleiben dann nur noch jene Teilstücke in Bundeshand, die als Zubringer zu den Autobahnen dienen.
Problematischer wird die Überschreibung der Landesstraßen auf die Kommunen. "Sie müssen dafür natürlich in einwandfreiem Zustand sein. Diese Instandsetzung würde uns aber bis 2014 rund 14 Millionen Euro pro Jahr kosten", erläuterte Carius. Damit müssten etwa 40 Prozent des pro Jahr zur Verfügung stehenden Straßenbaubudgets allein dafür verwendet werden. "Da stellt sich schon die Frage, ob wir so viel Geld in Straßen investieren sollen, die uns dann gar nicht mehr gehören." Carius hofft, dass er mit einigen Kommunen Kompromisse aushandeln kann, etwa im Blick auf den Bau von Umgehungsstraßen. (dpa)





