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Bislang sei die Region um Mainz und Rheinhessen vor allem bei Ostwind davon betroffen, künftig aber voraussichtlich auch bei Westwind, sagte der Ressortchef am Freitag im Landtag in Mainz. Dies könne eine "dramatische Mehrbelastung" für Mainz und Rheinhessen sein. Aufgrund der neuen Landebahn Nordwest würden wohl bis zu 250.000 zusätzliche Flugbewegungen pro Jahr möglich sein. Hinzu kämen geplante, für Rheinland-Pfalz ungünstige Änderungen von Flugrouten.
Hering nannte es vor diesem Hintergrund einen "Skandal", dass die von CDU und FDP gestellte Landesregierung in Hessen das ursprünglich zugesagte Nachtflugverbot in Frankfurt nun nicht umsetze. Um die Nachflüge gibt es einen erbitterten Streit. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel sieht für die im Zuge der Baugenehmigung zugesagten Nachtflüge keine Chance. Gegen diese Auslegung des Bebauungsplanes geht die hessische Landesregierung derzeit in Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Rheinland-Pfalt ist auch deshalb gegen die Nachtflüge vom Frankfurter Flughafen aus, weil die landesregeirung hofft, Luftfrachtunternehmen an den landeseigenen Flughafen Hahn zu locken.
Die Wirtschaft und vor allem Luftfrachtunternehmen fordern dagegen eine Ausweitung der Nachtfluggehmigungen in Frankfurt. Sie fürchten eine Abwanderung ganzer Wirtschaftszweige, wenn Luftfrachtunternehmen künftig nachts keine Flüge mehr abwickeln dürfen. (dpa/pkl)






