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Hafenwirtschaft

Handelskammer-Präses macht sich für Senkung der Hafengebühren stark

05.05.2010 | Die Handelskammer Bremen fordert den Bremer Senat dazu auf, seine Hafengebührenpolitik zu überdenken. Die unkonventionellen Regelungen in Rotterdam sollten Deutschland hier als Beispiel dienen.

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Handelskammer-Präses Otto Lamotte appellierte am Dienstag im Hafenclub der Bremischen Hafenvertretung an Wirtschaftssenator Martin Günthner, dafür zu sorgen, dass Bremen durch Rabatte und Anreizsysteme mit Konkurrenzhäfen wie Rotterdam gleichziehen könne. Positiv wertete Präses Lamotte die Entwicklung der Windenergie in Bremerhaven.

"Es geht nicht so sehr um die absolute Höhe der Hafengebühren, sondern vielmehr darum, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Signalwirkung zu erzeugen", sagte Lamotte. Als pragmatische Lösung schlug Lamotte vor, dass Hafenwirtschaft und Hafenverwaltung die Gebühren einvernehmlich festlegen, wie dies etwa in Rotterdam gehandhabt werde.

Die Windenergiebranche habe in Bremerhaven ausgezeichnete Standortbedingungen, so Lamotte weiter. Diese müssten genutzt werden, um das weitere Wachstum der Branche zu sichern und zu fördern. Die bereits vorgesehene Umstellung des Containerterminals Eins (CT 1) auf den Umschlag von Windanlagen bis zur Fertigstellung des neuen Offshore-Hafens sei ein erster, wichtiger Schritt.

Appell an die Bundesregierung

Als Vorsitzender der IHK Nord, dem Zusammenschluss der 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern, verlangte Lamotte von der Bundesregierung weitere Anstrengungen, um die Rahmenbedingungen für die Hafenwirtschaft zu verbessern. Zu den erforderlichen Maßnahmen gehörten sowohl die Reduzierung der Lotskosten, die Senkung der im vergangenen Jahr um zehn Prozent erhöhten Passage-Gebühren für den Nord-Ostsee-Kanal als auch die Angleichung der Stromsteuersätze für Seehafenbetriebe an die des Produzierenden Gewerbes. Direkten staatlichen Beihilfen erteilte er eine klare Absage. (pkl)

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