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Verzicht auf weitere Startbahnen gefordert

Grüne: Flughäfen München und Nürnberg sollen fusionieren

01.02.2012 | Geht es nach den Grünen in Bayern, gibt es künftig nur noch eine "Flughafen Bayern GmbH", in der die Airports München und Nürnberg zusammengefasst sind. Eine neue Startbahn soll es hier wie dort nicht geben. Finanzminister Markus Söder (CSU) weist die Ideen postwendend zurück.

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Die Landtags-Grünen machen sich für eine Fusion der Flughäfen München und Nürnberg stark. Die beiden Airports sollten zu einer "Flughafen Bayern GmbH" zusammengefasst werden, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion am Mittwoch in München vorstellte. Gesellschafter der neuen GmbH sollen der Bund, der Freistaat und die beiden Städte entsprechend ihren bisherigen Anteilen sein. Die beiden Flughäfen sollten künftig nicht mehr in Konkurrenz zueinander stehen, verlangte der Vorsitzende des Umweltausschusses im Landtag, Christian Magerl. Notwendig sei ein schlüssiges Luftverkehrskonzept für ganz Bayern.

Die Grünen fordern eine klare Festlegung, dass in München keine dritte und in Nürnberg keine zweite Start- und Landebahn gebaut wird. Das Luftverkehrskonzept solle sicherstellen, dass vorhandene Kapazitäten besser genutzt und Fehlinvestitionen vermieden werden. In München werde gegen den Widerstand der Anwohner eine weitere Startbahn geplant, während Nürnberg mit Einbrüchen bei den Passagierzahlen zu kämpfen habe und eher ein kümmerliches Dasein am Rande friste, klagte Magerl. Die Grünen wünschen sich deshalb künftig einen stärkeren Ausgleich. Zudem fordern sie einen sofortigen Stopp jeglicher Subventionen für Regionalflughäfen. Investitions- oder Betriebskostenzuschüsse sollten nicht mehr gewährt werden.

Söder wies die Fusions-Idee umgehend zurück. "Die Grünen sind Flughafen-Gegner", kritisierte er, deren einziges Ziel es sei, Flughäfen schrumpfen zu lassen. Für eine Fusion von München und Nürnberg seien die Interessen in den beiden Städten zu unterschiedlich, das würde eher Streit geben. München müsse das Wachstum bewältigen, Nürnberg schrumpfende Zahlen verhindern. "Und im Übrigen garantiert der Freistaat in Person des Finanzministers, dass die Interessen gut miteinander verzahnt werden", sagte er.


Abstimmung über dritte Startbahn am 17. Juni

Die Münchner werden am 17. Juni über den Bau der dritten Startbahn am Flughafen abstimmen. Der Stadtrat gab am Mittwoch grünes Licht. CSU und SPD machen sich für das Projekt stark und haben ein Ratsbegehren durchgesetzt. Voraussichtlich wird dann auch über ein Bürgerbegehren der Startbahngegner abgestimmt. Der Flughafen München pocht wegen seiner großen Auslastung auf eine dritte Startbahn. Anwohner und Umweltschützer sind gegen das 1,2 Mrd. EUR teure Projekt.
(dpa)

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