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Flughafen Frankfurt

GdF verlängert Streik bis Freitagabend

21.02.2012 | Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat erneut eine Verlängerung ihres Streik am Frankfurter Flughafen angekündigt. Der Ausstand soll nun bis Freitagabend (24. Februar) 23.00 Uhr dauern. Unterdessen gibt es nach Angaben von Fraport weniger Flugausfälle als zu Streikbeginn.

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"Natürlich wollen wir den Druck erhöhen", sagte GdF-Sprecher Matthias Maas der Nachrichtenagentur dpa am Dienstagmorgen. Die Arbeitsniederlegung der rund 200 Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen sollte am Mittwochmorgen um 5.00 Uhr enden. Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag war der nur für Montagmorgen angekündigte 24-Stunden-Streik überraschend auf 48 Stunden ausgedehnt worden.

Die GdF hat Fraport dazu aufgefordert, den Schlichterspruch im Tarifkonflikt zu unterschreiben. "Wir wollen eigentlich nur dieses Papier unterschrieben haben und Fraport ist aufgestanden und hat den Tisch verlassen", erklärte Maas am Dienstag im "Morgenmagazin" des ZDF. Fraport selbst habe sich den Schlichter aussuchen können und sich für den ehemaligen Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, entschieden. In der Nacht zum Dienstag hatte die GdF angekündigt, den seit Montag laufenden Streik bis Freitagabend (24. Februar) um 23.00 Uhr zu verlängern. Die GdF möchte für rund 200 Vorfeldmitarbeiter höhere Löhne, weniger Arbeitszeit und mehr Urlaub.

Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Arbeitgeber, Reinhard Göhner, kritisierte den Ausstand am Frankfurter Flughafen. "Wir sind für Tarifpartnerschaft. Aber während der Laufzeit bestehender Tarifverträge, die für alle Arbeitnehmer eines Betriebes gelten, muss auch Friedenspflicht bestehen", sagte er im ZDF. "Das Extreme liegt hier darin, dass ein Tarifvertrag nur für eine kleine Gruppe erstrebt wird.»"Weniger als ein Prozent der Belegschaft legten so den ganzen Betrieb lahm. "Die Zersplitterung der Tariflandschaft ist hochgefährlich", sagte Göhner.

Die Bundesregierung will die Streikwelle am größten deutschen Flughafen in Frankfurt nicht bewerten. "Die Tarifautonomie ist verfassungsrechtlich geschützt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Vorgänge im Tarifkonflikt würden beobachtet. Es obliege aber nicht der Regierung zu beurteilen, "ob eine Streikmaßnahme oder ob Forderungen einzelner Gruppen angemessen sind".

Am Montag fielen während der 18 Stunden Betriebszeit am zentralen deutschen Drehkreuz 240 von 1271 geplanten Flügen aus, wie eine Fraport-Sprecherin am Montagabend sagte. Das waren rund 60 weniger als am Freitag vergangener Woche mit gut 300 Ausfällen in lediglich 14 Stunden Streik. Fraport und Lufthansa gehen zunächst auch weiterhin von weniger Ausfällen als in der vergangenen Woche aus.

Um die Auswirkungen des Arbeitskampfes abzufedern, hat Fraport Mitarbeiter geschult, die deren Aufgaben übernehmen. Für den Dienstag plante die Lufthansa nur noch mit 160 gestrichenen Starts und Landungen - nach rund 200 Ausfällen am Montag. Der Interkontinentalverkehr werde weiterhin im vollen Umfang aufrechterhalten, der Flugplan innerhalb Deutschlands und Europas werde ausgedünnt. "Wir haben es immer besser im Griff, einen stabilen Flugverkehr abzuwickeln", sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels. (dpa/sm)

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