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Bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte gingen die Exporte gegenüber dem März um 5,9 Prozent auf 75,3 Mrd. Euro und die Importe um 7,3 Prozent auf 61,9 Mrd. Euro zurück. Der vorläufige Außenhandelsüberschuss belief sich auf
13,4 Mrd. nach 16,9 Mrd. Euro im März, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete.
Binnen Jahresfrist bedeutet dies aber eine deutliche Steigerung und dokumentiert nach Ansicht der Statistiker die Erholung nach der Wirtschaftskrise. Im April 2009 hatte der Saldo bei einem deutlich niedrigeren Handelsvolumen nur 9,7 Mrd. Euro betragen. Unter Einbeziehung von Dienstleistungen, Vermögenseinkommen und weiteren Faktoren hat die Bundesbank für April einen Leistungsbilanzüberschuss von 11,8 Mrd. Euro errechnet - nach 6,0 Mrd. Euro vor einem Jahr.
"Die positive Entwicklung bei den Auftragseingängen vor allem im Maschinenbau und der Fahrzeugindustrie schlägt sich in der Außenhandelsstatistik nieder. Deutsche Produkte finden weltweit wieder reißenden Absatz, besonders in China und den übrigen Schwellenländern", sagte der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Anton F. Börner, einer Pressemitteilung zufolge in einer ersten reaktion. Die beflügelnde Wirkung des niedrigen Euro sei hier noch nicht einmal in vollem Umfang enthalten. In den kommenden Monaten sei daher noch eine zusätzliche Belebung für den Export möglich, so Börner weiter. Wenn diese Entwicklung sich weiter so positiv fortsetze, können Deutschland das Vorkrisenniveau deutlich früher erreichen als gedacht. (dpa/pkl)






