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Ramsauer will 2011 mehr Geld für Verkehr

Den Güterverkehr „schienentauglich gestalten“

Ramsauer will, dass ein Großteil des Zuwachses an
Gütertransporten über die Schiene abgewickelt wird.
(Foto: bdt)

17.03.2010 | Angesichts drohender Einnahmeverluste in seinen künftigen Etats hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Bundestag um mehr Geld für den Ausbau und Unterhalt der Verkehrsinfrastruktur gebeten.

Ramsauer bekräftigte, dass er einen Großteil des erwartet hohen Zuwachses an Gütertransporten in den nächsten Jahren über die Schiene statt per Lkw-Verkehr abwickeln wolle. Wenn behauptet werde, dies sei nicht möglich, müsse man den Güterverkehr „eben schienentauglich gestalten“. Dafür müsse man sorgen, „wenn wir nicht Verkehrsinfarkte auf der Straße erleben wollen“.

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Mit den „herkömmlichen Finanzierungsmöglichkeiten“ des Budgets sei das alles miteinander jedoch nicht schaffen, betonte Ramsauer. Mit dem Etat 2011 müsse man „innovative“ Finanzierungsmöglichkeiten schaffen.

Ohne die vom Verkehrsminister geforderte weitere Unterstützung würden die Mittel für Verkehrsinvestitionen nach Angaben von Haushaltsexperten von 12 Mrd. EUR mit Hilfe des zweiten Konjunkturpakets in diesem Jahr auf knapp 10 Mrd. EUR im nächsten absacken.

Die Opposition hielt der schwarz-gelben Bundesregierung «Konzeptionslosigkeit» in der Verkehrs- und Baupolitik vor. Die verfügbaren Mittel reichten nicht aus, um den von Ramsauer angekündigten Ausbau der Schienenwege für den Güterverkehr zu finanzieren, rügten SPD, Grüne und Linksfraktion.

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Patrick Döring, forderte die Bundesregierung auf, dem Schienenausbau mehr Mittel dadurch zu verschaffen, dass die Milliarden-Einnahmen aus dem Netzbetrieb nicht in die Konzernbilanz flössen, sondern ins Netz reinvestiert würden. Die DB-Tochter Netze Fahrweg hatte im Jahr 2008 Erlöse von 5,6 Mrd. EUR und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 670 Mio. ausgewiesen.

Aus der Opposition kam viel Kritik an vom Bund mitfinanzierten Investitionsvorhaben wie dem Bahnprojekt Stuttgart 21 und der beschlossenen deutsch-dänischen Fehmarnbelt-Querung. Johannes Kahrs von der SPD warnte zugleich davor, Zusatzkassen mit Sondereinnahmen neben dem Etat zu schaffen, um Projekte verwirklichen zu können. „Wir werden Schattenhaushalte nicht mitmachen.“ (dpa)

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