-Anzeige-
Januar
Futtermittelskandal schlägt hohe Wellen In Futtermitteln des Herstellers Harles und Jentzsch wird Dioxin gefunden. Der Anfangsverdacht richtet sich gegen die Spedition Lübbe, die als Dienstleister das Tanklager betreibt, wird aber später entkräftet. Als direkte Folge wird bundesweit diskutiert inwieweit Transportunternehmen bei Value-added-Dienstleistungen in die Haftung genommen werden können
Nichts geht mehr auf dem Rhein Hochwasser, Eisgang und die Havarie des Tankers "Waldhof " bei St. Goarshausen beuteln die Binnenschifffahrt. Dutzende von Schiffen liegen fest, die verladende Industrie sucht händeringend nach logistischen Alternativen.
Grüne Revolutionen in Nordafrika In Tunesien rebelliert die Bevölkerung gegen die diktatorische Führung und setzt damit eine umfassende Demokratiebewegung in den islamistischen Ländern in Gang. Die Unruhen bringen zum Teil starke Einschränkungen für die in diesen Regionen engagierten Transportunternehmen mit sich.
KN baut auf, Betz baut ab Gänzlich unterschiedliche Strategien verfolgen zwei Schwergewichte im Landverkehr. Während Willi Betz in Deutschland aus dem nationalen Ganzladungsverkehr aussteigt und sich auf den Kernmarkt Osteuropa konzentriert, entscheidet die sich K+N dafür, das europäische Stückgutnetz massiv auszubauen und mehr Linienverkehre anzubieten.
Februar
CO2-Auflage für Kleinlaster Das Plenum des Europäischen Parlaments billigt die Einigung mit dem EU-Ministerrat über die CO2-Auflagen für Kleinlaster bis 3,5 t mit Mehrheit. Als Langfristziel gilt für 2020 ein Grenzwert von 147 g/km. Von 2014 an wird schrittweise ein Wert von 175 g/km eingeführt. 2014 müssen diese 175 g/km von 70 Prozent der in diesem Jahr produzierten Fahrzeuge eines Herstellers erreicht werden. 2015 wird dieser Anteil auf 25 Prozent, 2016 auf 80 Prozent und 2017 auf 100 Prozent angehoben.
Maersk bestellt Großschiffe Die Maersk Linie setzt auf Wachstum. Die Reederei bestellt zehn Schiffe mit Stellplätzen für 18000 TEU mit 400 m Länge und 59 m Breite bei Daewoo. Die Reederei will insgesamt 30 Großschiffe in Korea bauen lassen. Pro Stück zahlt Maersk 190 Mio. USD. Der gesamte Kaufvertrag hat ein Volumen von 5,7 Mrd. USD.
Überholverbot für Lang-Lkw Die künftigen Betreiber von Lang-Lkw müssen sich auf ein generelles Überholverbot für diese Fahrzeuge einstellen. Dieser Beschluss geht aus dem Entwurf der Bund-Länder-Arbeitsgruppe hervor, aus denen Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer definiert werden sollen.
Chaos in Kairo Die andauernden Massendemonstrationen in Ägypten und die als Folge verhängten Ausgangssperren haben massive Auswirkungen auf Transport und Logistik. Seehäfen sind geschlossen, am Flughafen in Kairo arbeitet der Zoll nicht mehr und beim Autozulieferer Leonie stehen die Bänder still. Zahlreiche Speditions- und Transportunternehmen legen ihre Arbeit für mehrere Tage nieder. Airlines wie Lufthansa Cargo, Egyptair Cargo und Qatar Airways streichen ihre Flüge nach Kairo komplett.
DVZ verleiht Leo-Awards Auch für die Redaktion der DVZ steht im Februar ein besonderes Highlight an: die Verleihung der Leo-Awards. "Logistics-Excellence-Optimization" – dafür steht die Auszeichnung, die in diesem Jahr zum vierten Mal an Personen verliehen wird, die für ihre Branche Bemerkenswertes leisten. 350 Gäste kommen zu der festlichen Veranstaltung. Die verdienten Preisträger sind Klemens Rethmann, Frank Schnabel, Reinhard Lange, Adalbert Wandt und Claus.-O. Herzig, sowie Josef Hattig.
März
KN expandiert auf der Insel Kühne + Nagel kauft sämtliche Anteile der britischen Rennies Investment Limited (RH Freight). Als Kaufpreis werden 70 Mio. EUR genannt. Damit steigt KN zur Nummer zwei im UK-Landverkehr auf.
Beluga-Gründer geht Die Schieflage der Bremer Schwergutreederei Beluga Shipping spitzt sich zu. Der US-Finanzinvestor Oaktree Capital Management übernimmt das Kommando von Firmengründer und geschäftsführendem Gesellschafter Niels Stolberg. Die Geschäfte führt vorerst Oaktree-Manager Roger Iliffe.
Güterbahn steht Mit einem Lokführerstreik will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen Flächentarifvertrag durchsetzen. Während des eintägigen Ausstandes bleiben 235 Güterzüge bundesweit stehen.
Japan bebt Japan wird von einem schweren Erdbeben erschüttert. Der nachfolgende Tsunami zerstört die Infrastruktur und bringt die Logistik des Inselstaates fast zum Erliegen. Erst nach und nach wird das gesamte Ausmaß der Katastrophe deutlich, denn nicht nur weltweite Lieferketten sind unterbrochen, sondern es herrscht auch große Verunsicherung, ob nach dem Reaktorausfall in Fukushima radioaktiv verstrahlte Sendungen in den weltweiten Verkehr gelangen.
Schreckgespenst WSV-Reform Starke Einschränkungen der Wasserstraßeninfrastruktur befürchtet das Binnenschifffahrtsgewerbe im Fall der geplanten Netzkategorisierung. Künftig sollen Unterhalts- und Investitionsmittel des Bundes nach einem neuen Schlüssel verteilt werden, der die Transportmengen als Basis hat.
EU-Kommission legt Weißbuch vor Die EU-Kommission stellt ihr Weißbuch zur künftigen Verkehrspolitik vor. Ziel ist ein einheitlicher Verkehrsraum mit mehr Wettbewerb und einem Verkehrsnetz, das die einzelnen Verkehrsträger miteinander verknüpft. So soll bis 2050 der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß um 60 Prozent gesenkt werden.
April
EBS-Präsident Jahns verhaftet Der Präsident der European Business School (EBS) in Wiesbaden, Prof. Christopher Jahns, wird in Frankfurt vorübergehend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft und das hessische Landeskriminalamt ermitteln wegen Untreue. Jahns tritt daraufhin von seinem Amt als EBS-Präsident und Leiter des an der EBS angesiedelten Supply Chain Management Institute zurück.
28 000 Besucher beim Tag der Logistik An dem bundesweiten Aktionstag informierten sich etwa 28 000 Teilnehmer bei 322 Veranstaltungen. Firmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung hatten am Tag der Logistik ihre Tore geöffnet und Berufseinsteigern sowie an der Logistikbranche Interessierten einen Blick hinter die Kulissen gewährt.
Japan-Krise schlägt auf Lieferketten durch Die Lieferketten vor allem in der Elektro- und Automobilindustrie stehen aufgrund der Naturkatastrophe in Japan weiterhin unter Druck. Konzerne wie Toyota leiden unter Engpässen bei Teilen. Da Konzerne wie Siemens oder Bosch aus Nordost-Japan eher nicht standardisierte Komponenten beziehen, haben sie bereits vor der Krise mit alternativen Lieferanten zusammengearbeitet und ein Double Sourcing aufgebaut.
Mai
Priorisierung/Kategorisierung Wasserstraßen Der Bund teilt seine Bundeswasserstraßen neu ein. Im Binnenland gibt es sieben und im Küstenbereich drei Kategorien. Höchste Priorität hat das Vorrangnetz. Gelder sollen künftig nach dieser Einteilung den Bundeswasserstraßen zugute kommen. Gefragte Wasserstraßen, wie der Rhein, werden bevorzugt und sogenannte "Restwasserstraßen " werden aufgegeben und renaturiert.
Zulassung Lang-Lkw in den Niederlanden 25,25-m-Lkw mit 60 t maximalem Gesamtgewicht dürfen von nun an in den Niederlanden unterwegs sein. Dieser Zulassung geht ein siebenjähriger Feldversuch voraus.
Einigung über Eurovignette-Richtlinie Die Eurovignette-Richtlinie ermöglicht den EU-Mitgliedstaaten dem Schwerlastverkehr externe Kosten anzulasten. Die Lkw-Maut darf zukünftig neben Bau- und Unterhaltskosten auch Umwelt- und Lärmkosten berücksichtigen.
Wegfall Finanzbeiträge für Reeder Finanzzuschüsse der Bundesregierung für deutsche Reeder sollen gestrichen werden. Diese waren bisher zum Ausgleich der, im internationalen Vergleich, hohen Lohnkosten gedacht. Erhalten bleibt jedoch die Ausbildungsförderung. Gründe liegen in den Sparzwängen des Bundes.
Seago Line geht an den Start Es wird konkret: Ab Mitte des Jahres geht der neue Containercarrier Seago Line an den Start. Dieser übernimmt mit rund 270 Mitarbeitern die Shortsea-Dienste von Maersk und Safmarine in der Europa-Mittelmeer-Region. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent dem A.P. Möller-Maersk-Konzern an.
Privatisierungen in Griechenland Die Schuldenkrise veranlasst Griechenland zu mehr Privatwirtschaft im Transportsektor. Es ist im Gespräch, mehr Aktien des Athener Flughafens in Umlauf zu bringen und periphere Flughäfen in Aktiengesellschaften umzufirmieren. Auch das GVZ bei Piräus steht für Investoren offen.
Verkürzte Meldefristen für US-Luftfracht Zukünftig sollen Frachtflugsendungen vor dem Start des Flugzeuges beim US-Zoll angemeldet werden. Im Moment ist die Anmeldung der Fracht vier Stunden vor der Landung notwendig. Für 28 Mittelost- und Nordafrika-Länder laufen Tests zusammen mit den Unternehmen UPS, FedEx und DHL.
Anfangsverdacht illegaler Absprachen der Großreedereien Europäische Vertretungen japanischer Reedereien sowie Hapag-Lloyd, Hamburg Süd, MSC und Maersk stehen unter dem Anfangsverdacht wettbewerbswidriger Absprachen. Mögliche Vergehen sind Preisabsprachen, Behinderungen von Wettbewerbern oder auch die Aufteilung bestimmter regionaler Märkte untereinander. Die Reedereien selbst weisen jeden Verdacht illegaler Absprachen von sich.
Juni
Beluga: Amtsgericht Bremen eröffnet Insolvenzverfahren Das Amtsgericht Bremen eröffnet Insolvenzverfahren über eine Reihe von Unternehmen der Beluga-Reederei, darunter die Beluga Shipping GmbH und die Beluga Chartering GmbH.
Frischelogistik leidet unter Ehec-Epedimie Der Ehec-Erreger infiziert Teile der Transport- und Logistikbranche: Viele Lkw, die bisher Frischgemüse transportierten, stehen ladungslos auf den Parkplätzen, seit vor dem Verzehr von Gurken und Tomaten gewarnt wird. Zudem ist eine Diskussion über die Hygienestandards in der Logistik entbrannt. Ganze Märkte brechen zusammen.
EP-Plenum verabschiedet Eurovignetten-Richtlinie Das Plenum des Europäischen Parlaments (EP) billigt die Einigung mit dem EU-Ministerrat über die Anlastung externer Kosten für den Schwerlastverkehr (Eurovignetten-Richtlinie). Künftig dürfen in die Maut neben Bau- und Unterhaltskosten auch Umwelt- und Lärmkosten einfließen. Die deutsche Regierung kündigt an, die neuen Möglichkeiten zumindest in der laufenden Legislaturperiode nicht nutzen zu wollen.
EU-Minister winken Recast durch Die EU liberalisiert den Bahnverkehr in Europa. Die EU-Verkehrsminister einigen sich grundsätzlich darauf, dass nationale Bahnunternehmen künftig Konkurrenten nicht nur freien Zugang zu ihrem Schienennetz, sondern auch zu allen damit verbundenen Angeboten gewähren müssen. Die Aufsichtsbehörden sollen mehr Rechte erhalten und es sollen Investitionen in das Bahnnetz angestoßen werden.
EU Der Beitritt der Europäischen Union zum Übereinkommen über den internationalen Eisenbahnverkehr – Cotif – ist besiegelt. Formal bedeutet dies, dass die EU-Länder künftig in Bern von der Kommission in all den Fällen vertreten werden, in denen die EU ausschließlich zuständig ist.
Juli
VW greift zu MAN Der MAN-Konzern gehört mehrheitlich zur Volkswagen-Gruppe, nachdem Volkswagen 55,9 Prozent der MAN-Aktien erworben hat.
DVZ-Leser drücken ab Die DVZ startet zum ersten Mal einen Wettbewerb um die originellsten Urlaubsfotos der Leser. Die Resonanz ist groß.
Dänen machen Rückschritt Obwohl Schengen-Vertragsstaat, führt Dänemark stichprobenartige Zollkontrollen an den Grenzen wieder ein.
Geld für weniger Lärm Bund und Bahn gründen einen Fonds, aus dem Wagenhalter Mittel zur Lärmsanierung ihrer Wagen bekommen. Der Fonds speist sich aus Zuschlägen auf das Trassenentgelt besonders lauter Wagen.
Senator kündigt Bagger an Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch kündigt im DVZ-Interview an, dass die Bagger 2012 mit der Elbververtiefung beginnen.
Fahrer warten und warten Eine Umfrage ergibt, dass mehr als die Hälfte der Transport- und Logistikfirmen durchschnittlich länger als eine Stunde an den Rampen der Handelslager warten müssen.
Neue Abteilung im LBA Im Luftfahrtbundsamt (LBA) nimmt die Abteilung "Luftsicherheit " die Arbeit auf. Aufgabe: Zulassung und Beaufsichtigung der Bekannten Versender und Reglementierten Beauftragten.
Flotte immer schadstoffärmer Zwei Drittel der Lkw-Fahrleistungen in Deutschland werden von Fahrzeugen der Abgasstufe V und EEV-Fahrzeugen zurückgelegt, meldet das Bundesamt für Güterverkehr.
August
Wincanton gibt auf Die Rhenus-Gruppe übernimmt die verbliebenen Aktivitäten von Wincanton in Deutschland. Damit ist der Ausflug der Briten nach Deutschland beendet.
Schweizer drohen Nicht nur die Rheintalbahn, sondern auch der Ausbau der Zulaufstrecken aus Italien auf den neuen Gotthard-Tunnel ist im Verzug. Der Schweizer Ständerat droht mit einem Lkw-Transitverbot.
Lang-Lkw wird konkreter Der erste Verordnungsentwurf für den Feldversuch mit Lang-Lkw wird bekannt.
Stopp für Lohndumping Ein niederländisches Gericht untersagt windige Rechtskonstruktionen, mit denen osteuropäische Fahrer zu Niedriglöhnen für Lkw-Unternehmen in den Niederlanden fahren.
Weniger Boxen über Bord Statt der bisher geschätzten 2000 bis 10 000 Container gehen jährlich nur 670 Container auf hoher See über Bord, ergibt eine Umfrage bei Reedern.
September
Mit dem Schiff in die City Fünf EU-Hauptstädte wollen die Binnenschifffahrt verstärkt für Citylogistik nutzen. Dazu haben sich Berlin, Brüssel, Budapest, Paris und Wien in einer Charta verpflichtet.
Beschaffungslogistik gebündelt Konsumgüterhersteller bündeln ihre Beschaffungslogistik: Kraft Foods, Bacardi, Nestlé und Colgate stellen auf dem 12. ECR-Kongress ein Pilotprojekt auf vier Ost-West-Linien vor.
Oktober
Ramsauer stellt mehr Lkw-Parkplätze in Aussicht Das noch unter der alten Bundesregierung aufgelegte Programm zum Bau von 11 000 Lkw-Stellplätzen an den Autobahnen wird auf 15 500 Stellplätze mit einem Gesamtvolumen von 540 Mio. EUR aufgestockt und bis 2015 verlängert. Das gab Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gestern auf der Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik in Hannover bekannt. Noch in diesem Jahr werde die Schwelle von 7000 Stellplätzen erreicht.
Stückgutspediteure läuten Preisrunde ein Die Preise für Transporte auf der Straße werden kräftig steigen. Das Vorhaben von DHL Freight, einen bis Ende dieses Jahres befristeten Saisonzuschlag zu nehmen, wird von vielen Marktteilnehmern als Signal gesehen, lautet der Tenor einer DVZ-Umfrage. Plus 4 bis 6 Prozent Preisanhebung im Stückgutbereich werden angekündigt.
Lang-Lkw-Test startet im Frühjahr 2012 Der länderübergreifende Feldversuch mit längeren Lkw-Kombinationen wird kommen. "Wir werden etwa gegen Ostern kommenden Jahres mit den ersten Relationen beginnen ", kündigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) in Nürnberg an.
Mautklage: Gerichtsverhandlung aufgeschoben Die Mautklage des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), die beim Verwaltungsgericht Köln verhandelt werden sollte, ist kurzfristig von der Tagesordnung genommen worden. Grund sei, dass eine andere, bereits vom Oberverwaltungsgericht Münster entschiedene Klage zur 1. Mauthöheverordnung vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nach Münster zurückverwiesen wurde.
US-Repräsentantenhaus lehnt Emissionshandel ab Das US-Repräsentantenhaus hat sich mit großer Mehrheit gegen ein neues EU-Gesetz ausgesprochen, das die US-Fluggesellschaften in den geplanten europäischen Emissionshandel einbezieht. "Das Nein des US-Repräsentantenhauses zum geplanten EU-Emissionshandel bestätigt all unsere Befürchtungen. Ein internationaler Emissionshandel lässt sich nicht erfolgreich im europäischen Alleingang einführen ", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter-Siegloch, am Dienstag.
Lagerflächenmarkt Deutschland weiter deutlich auf Rekordkurs Mit einem Flächenumsatz von gut 4,1 Mio. m2 erreicht der deutsche Lager- und Logistikflächenmarkt in den ersten neun Monaten 2011 eine neue Bestmarke. Der Vorjahreswert wurde um 26 Prozent, der Fünf-Jahresschnitt der jeweils ersten drei Quartale um 46 Prozent übertroffen. "Die Flächenumsätze zeigen sich damit im gesamten Jahresverlauf robust. Diese Entwicklung wird sich bis zum Jahresende voraussichtlich fortsetzen", sagte Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland.
Lieferketten in Thailand gerissen Die Flutkatastrophe in Thailand beeinträchtigt die weltweiten Lieferketten. Betroffen sind die Hersteller von Elektronikbauteilen und die Automotiveindustrie. Auch die Lieferung von Lebensmitteln an große Handelsketten in dem Land ist teilweise zum Erliegen gekommen.
Start- und Landeverbot nachts in Frankfurt/M. bleibt vorerst bis März Die Frachtfluggesellschaften am Frankfurter Flughafen werden mindestens bis zum Frühjahr 2012 mit dem vorläufigen Nachtflugverbot am Rhein-Main-Flughafen leben. Mit dem vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel verhängte Nachtflugverbot wird sich das Bundesverwaltungsgericht erst am 13. März 2012 in einer mündlichen Verhandlung letztinstanzlich befassen. Eine schriftliche Urteilsbegründung wird dann vermutlich erst Ende März vorliegen.
Logistikmarkt Europa legt zu Der Logistikmarkt Europa hat im vergangenen Jahr ein Volumen von 930 Mrd. EUR erreicht. Das ist zwar eine deutliche Steigerung gegenüber dem Krisenjahr 2009 (880 Mrd. EUR). Das 2008er-Niveau wurde aber noch verfehlt (950 Mrd. EUR), wie die aktuelle Studie "Top 100 in European Transport and Logistics Services" der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) zeigt. Die Fraunhofer-Forscher präsentieren die aktuelle Ausgabe der Top 100 der Logistik in Europa auf dem 28. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. Demnach konnten sich die Logistikmärkte in Deutschland, Frankreich, Skandinavien und auch in Osteuropa im Jahr 2010 wieder erholen – ganz im Gegensatz zu Märkten wie Spanien, Großbritannien, Irland oder Portugal.
Verlader warten auf LBA-Zertifizierung In Deutschland warten zahlreiche Verlader auf ihre Zertifizierung als Bekannter Versender, die das Luftfahrtbundesamt (LBA) bis März 2013 über die Bühne gebracht haben muss. Doch die Behörde nimmt nur langsam Fahrt auf. In der Schweiz ist das Thema bereits weitgehend abgearbeitet. Während in Deutschland das Luftfahrtbundesamt die Zertifizierung in Eigenregie vornehmen soll, übertrug das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt die Aufgabe an vier Zertifizierungsorganisationen.
Lufthansa will Konzern straffen Nach dem Gewinneinbruch im dritten Quartal strafft Lufthansa das Geschäft. So will sich der Konzern von Aktivitäten, die keine Aussicht auf Besserung bieten, trennen. Auf dem Prüfstand steht auch die Beteiligung an der chinesischen Frachtfluggesellschaft Jade. Probleme hat Lufthansa hier mit dem Jade-Mehrheitseigner Shenzhen Airlines, der eine Kapitalerhöhung im vergangenen Frühjahr nicht mitgetragen hatte.
November
Occupy-Protest stoppt Hafenbetrieb in Oakland Die Occupy-Protestbewegung legt den Betrieb im Hafen Oakland (US-Bundesstaat Kalifornien) lahm. Demonstranten nutzen eine Solidaritätskundgebung für die "Occupy-Wallstreet-Bewegung " zu einem Marsch auf die Hafenzufahrten.
Grünes Licht für Feldversuch Das Bundeskabinett verabschiedet die Ausnahmeverordnung für Lang-Lkw. Sie soll am 1. Januar 2012 in Kraft treten und fünf Jahre gelten. Für einfache Sattelzüge mit langem Auflieger bis 17,80 m Länge wird das gesamte Straßennetz der teilnehmenden Länder geöffnet.
Volk entscheidet sich für Stuttgart 21 Ein Volksentscheid in Baden-Württemberg geht zugunsten des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 aus. Daraufhin gibt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) seinen Widerstand auf. 58,8 Prozent stimmen gegen das S 21-Kündigungsgesetz, 41,2 Prozent dafür.
Trockener Herbst behindert Binnenschifffahrt Der November 2011 ist in Deutschland der trockenste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Der Rhein führt extrem wenig Wasser. Aber auch andere Flüsse wie Elbe und Donau sind betroffen. Unternehmen klagen über erhebliche Einschränkungen beim Transport.
Dezember
Maut-Rabatt für Euro-VI-Lkw Der Verband der Automobilindustrie und der Güterkraftverkehrsverband BGL schlagen der Bundesregierung vor, eine Mautspreizung zugunsten von Euro-VI-Lkw einzuführen. Sie soll am Mitte 2013 gelten. Das Bundesverkehrsministerium will den Vorschlag eingehend prüfen.
Airlines senken Gewinnprognose für 2012 Die Fluggesellschaften haben ihre Gewinnprognose für 2012 auf 3,5 Mrd. USD abgestuft – 1,4 Mrd. USD weniger als zuvor vorhergesagt. Ihr Branchenverband Iata warnte sogar davor, die europäische Staatsschuldenkrise könnte die Branche in die roten Zahlen reißen. Für die Fracht erwartet die Iata eine Stagnation.
Haftstrafen für Cargolux-Manager Ein US-Gericht hat die beiden Cargolux-Manager Dr. Ulrich Ogierman (ehemals Chief Executive Officer) und Robert Van de Weg (ehemals Vertriebschef) zu einer jeweils 13-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Frachtfluggesellschaft mit Wissen beider Führungskräfte in den USA über Jahre hinweg die Luftfrachtraten mit der Konkurrenz abgesprochen hat. Beide Manager haben sich gegenüber der Justiz für schuldig erklärt und die Urteile akzeptiert.
Neue Reederei-Allianz soll Maersk Paroli bieten In der Container-Linienschiffahrt zwischen Asien und Europa werden die Karten neu gemischt. Hapag-Lloyd und fünf Reedereipartner aus Asien gehen im April 2012 mit der "G6 Alliance" an den Start, um damit ein Gegengewicht zu den Wettbewerbern Maersk Line und CMA CGM sowie MSC zu bilden. Die Produktionsgemeinschaft mit APL, Hyundai Merchant Marine, Mitsui O.S.K. Lines, Nippon Yusen Kaisha und Orient Overseas Container Line betreibt künftig neun gemeinsame Dienste.
EuGH: Emissionshandel in der Luftfahrt ist zulässig Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die am 1. Januar 2012 beginnende Einbeziehung der Luftfahrt in den Emissionshandels für zulässig erklärt. Allerdings ist der Widerstand der außereuropäischen Staaten gegen die EU-Verordnung unverändert massiv. So hat US-Außenministerin Hillary Clinton der EU mit Vergeltung gedroht. Von 2012 an müssen sich alle Airlines, die in der EU landen und starten, am Emissionshandel beteiligen.






