-Anzeige-
"Es werden Ziele in Europa sein, genaueres wollen die Eigentümer erst am Mittwoch verraten", sagte der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Magdeburg/Cochstedt mbH, Uwe Hädicke, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Boeings vom Typ 737 und die Airbusse 319 und 320 sollen dann im Salzlandkreis starten und landen.
Mit dem Sommerflugplan 2011 sollen dann weitere Ziele und Fluggesellschaften hinzukommen. "Wir versprechen uns Fluggäste hauptsächlich aus Mitteldeutschland und Niedersachsen", sagte Hädicke. Am Mittwoch werden Wirtschaftsminister Reiner Haseloff und Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (beide CDU) die Bescheide über die Betriebsfreigabe von Cochstedt an die dänischen Eigentümer offiziell übergeben, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. "Damit wird das Instrumentenlandesystem erlaubt und der Luftraum über Cochstedt ist dann kontrolliert", sagte Hädicke.
Derzeit seien zehn Menschen in Cochstedt beschäftigt. Im Herbst sollen weitere hinzukommen. Bis der erste Flieger abhebt oder landet muss noch viel geübt werden, sagte Hädicke. Zum Beispiel das Einchecken der Passagiere und das Entladen von Flugzeugen. Die Abläufe müssen im Herbst sitzen.
Frachtumschlag geplant
Die Airport Development A/S, eine Aktiengesellschaft aus Kopenhagen, hatte den Flugplatz vor vier Monaten für 1,5 Mio. Euro gekauft. Sie hatte angekündigt, Cochstedt auch zu einem Frachtumschlagplatz ausbauen zu wollen und in den kommenden Jahren bis zu 150 Arbeitsplätze zu schaffen.
Mit dem Erwerb war eine schier endlose Suche nach einem Käufer zu Ende gegangen. Zuletzt war der Verkauf des ehemaligen sowjetischen Militärflughafens, in dessen Ausbau die Landesregierung nach der Wende rund 60 Mio. Euro investiert hatte, an einen arabischen Investor gescheitert. 2002 war der Flugplatz pleitegegangen, ehe er 2006 wiedereröffnet wurde. Nennenswerte Flugbewegungen gab es seither nicht. (dpa)






