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Er hoffe sehr, dass die Auswirkung abgemildert und möglichst viel durch Aufholeffekte ausgeglichen werden könne, sagte der FDP-Politiker am Montag in Berlin nach einem Krisentreffen mit Vertretern der Wirtschaft.
Es sei auch zu hoffen, dass das Wirtschaftswachstum nicht nachhaltig stagniere. Brüderle verwies auf Bereiche, die von dem Flugverbot auch profitierten. Nach Darstellung der Wirtschaft beliefen sich die Einbußen auf ein Mehrfaches der Ausfälle nach den Terroranschlägen in den USA im September 2001. Brüderle nannte keine konkreten Zahlen.
Über mögliche Finanzhilfen für betroffene Fluggesellschaften und andere Unternehmen wurde laut Brüderle nicht gesprochen. Staatliche Hilfen seien nicht Gegenstand des Treffens gewesen. Die Unternehmen seien auch nicht als Bittsteller gekommen. "Es war heute nicht Gegenstand, den Geldbeutel zu öffnen", sagte Brüderle.
BDI hofft auf rasche Normalisierung
Nach Darstellung des Industrieverbandes BDI ging es darum, dass die Wirtschaft nach Aufhebung der Flugsperren möglichst schnell innerhalb der nächsten zehn Tage wieder in den Normalzustand komme.
Brüderle und der Präsident des Industrieverbandes BDI, Hans-Peter Keitel, hatten die sofortige Einsetzung einer Arbeitsgruppe vereinbart. Die "Task Force" kam am Montagnachmittag in Berlin zum ersten Mal zusammen. Für nächste Woche wurde ein weiteres Treffen anberaumt. Zuvor hatte Brüderle bei einer deutlichen Verlängerung der Luftraumsperre wegen der Vulkanaschewolke aus Island Hilfen nicht ausgeschlossen. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lehnt sie ab.
Brüderle appellierte an die Länder, das Nachtflugverbot zu lockern. Ähnlich sollte auch mit dem Sonntagsfahrverbot für Lkw verfahren werden. Ziel sei, möglichst schnell wieder zur Normalität zurückzukehren. Dies könne etwa zehn bis 14 Tage dauern.
Minister spricht sich für bessere Messmethoden aus
Nötig sei auch ein einheitliches Vorgen auf europäischer Ebene, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, sagte Brüderle weiter. Neben dem aktuellen Krisenmanagement müsse es künftig zudem bessere Messverfahren geben, um die Belastungen genauer feststellen zu können. Auch aus Sicht des BDI muss künftig für derartige Vorgänge ein Notfallplan erarbeitet werden. (dpa)





