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Statt "weitere Milliarden Euro Steuergelder für ein verkehrspolitisch sinnloses Prestigeprojekt im Tunnel zu vergraben", sollten neue Prioritäten bei den Schieneninvestitionen gesetzt werden, forderte der BN-Vorsitzende Hubert Weiger laut einer Mitteilung vom Sonntag. Wenn tatsächlich mehr Güter auf die Bahn verlagert werden sollten, müssten Engpässe im bestehenden Netz beseitigt und die Strecken für den Seehafen-Hinterland-Verkehr ausgebaut werden.
Am Freitag hatte eine Studie des Umweltbundesamtes einen Abbruch der Bauarbeiten empfohlen, da sich der nach der Wiedervereinigung beschlossene Ausbau aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohne. Nach Angaben der Deutschen Bahn handelt es sich um Deutschlands derzeit größtes Infrastrukturprojekt. Die ICE-Trasse soll 2017 fertig sein und die Fahrtzeit von München nach Berlin von sechs Stunden auf etwa vier Stunden und zehn Minuten verkürzen. Der Bund Naturschutz will das Geld dafür jedoch lieber in den Ausbau bestehender Strecken etwa von Nürnberg nach Prag oder von München ins bayerische Chemiedreieck und nach Zürich verwendet sehen. (dpa)





