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Das 6,3 Kilometer lange Teilstück zwischen Geschendorf und Weede im Kreis Segeberg verläuft über weite Strecken auf oder direkt neben der Trasse der alten Bundesstraße 206 und hat den Bund 43,5 Mio. Euro gekostet.
Anders als beim Teilstück zwischen Lübeck und Geschendorf rechnet das Verkehrsministerium in Kiel zwischen Geschendorf und Weede nicht mit Problemen beim Straßenbelag. Auf dem im Juli freigegebenen Teilstück hatten sich Blasen im Asphalt gebildet, so dass die Eröffnung um drei Wochen verschoben und für Motorräder eine Geschwindigkeitsbegrenzung verhängt werden musste.
Die Fortsetzung der A 20 bedeutet eine Erleichterung für Pendler zwischen Lübeck und Kiel, die sich jetzt nicht mehr über die B 206 quälen müssen, sondern kreuzungsfrei und ohne Gegenverkehr fast bis Bad Segeberg kommen. Von dort geht es über die A 21 weiter in Richtung Kiel. Der nächste rund zehn Kilometer lange Bauabschnitt der A 20 von Weede bis Wittenborn soll die Stadt Bad Segeberg vom Durchgangsverkehr entlasten. Die Finanzierung für diesen Abschnitt sei bereits gesichert, der Planfeststellungsbeschluss werde Ende nächsten Jahres erwartet, sagte de Jager. Für die übrigen 75 Kilometer bis Glückstadt sei die Planung abgeschlossen, heißt es auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums.
Weiterführung nach Niedersachsen
Bis voraussichtlich 2018 soll die A 20 in ihrem westlichen Teil als „Nord-West-Umfahrung Hamburg“ bei Glückstadt die Elbe mit einem Tunnel in Richtung Niedersachsen queren und dort bei Drochtersen (Landkreis Stade) an die A 22 und die geplante A 26 anschließen. Aufgabe dieser Spange ist es nach Angaben des Verkehrsministeriums, eine leistungsfähige Querverbindung zwischen den bestehenden Autobahnen A 1, A 7, A 21 und A 23 im Süden Schleswig-Holsteins zu schaffen und dadurch Hamburg vom Verkehr vor allem aus dem Norden und Nordosten zu entlasten.
In ihrem östlichen Teil verbindet die A 20 als „Ostseeautobahn“ bereits seit Ende 2005 Lübeck mit der polnischen Hafenstadt Stettin. Diese seit 1992 geplante „baltische Magistrale“ gehörte zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit der Bundesregierung. (dpa)





