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Asiatischer Investor noch immer unbekannt

Airport Bitburg wartet auf das Startkapital

08.02.2012 | Ein noch unbekannter Investor aus Asien will angeblich 380 Mio. Euro in den Ausbau des Flugplatzes Bitburg stecken. Noch aber ist das Geld nicht da - und bis dahin können die öffentlichen Flugplatzanteile nicht verkauft werden.

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Die 30 Mio. Euro Startkapital eines asiatischen Investors zum Ausbau des Flugplatzes Bitburg sind noch nicht auf dem Konto der Bitburg Airport Group eingegangen. Das Geld sei aber "auf einem Konto einer namhaften Bank im EU-Raum" angekommen, sagte ein Sprecher des Flughafen-Planers Frank Lamparski am Mittwoch in Trier. Auf jenem Konto liege bereits die gesamte Investitionssumme für den Flughafen in Höhe von mehr als 380 Mio. Euro. Das Geld solle nun auf ein Konto derselben Bank in Luxemburg überwiesen werden. Wegen umfangreicher Prüfungen auch nach dem Geldwäschegesetz dauere der Prüfprozess länger als erwartet, hieß es.

Eigentlich war das Startkapital bereits Ende 2011 auf seinem Bestimmungskonto erwartet worden. Insgesamt will der noch geheim gehaltene asiatische Investor angeblich 380 Mio. Euro in den ehemaligen US-Militär-Flugplatz in der Eifel investieren.

Der Aufsichtsratschef der Flugplatz Bitburg GmbH und rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Michael Billen (CDU) zeigte sich am Mittwoch noch zurückhaltend: "Ich habe noch keine Bestätigung, dass das Geld da ist." Er warte darauf - und auf einen Treuhandvertrag, in dem festgelegt sei, dass die 30 Mio. Euro nur am Bitburger Flugplatz ausgegeben werden können.

Ziel: Internationaler Flughafen

Lamparski hatte Anfang 2010 bereits 40,53 Prozent der Flugplatz-Anteile übernommen. Er will den Flugplatz in den nächsten zehn Jahren zu einem internationalen Flughafen ausbauen und rund 2000 neue Arbeitsplätze schaffen. Noch halten der Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Stadt Bitburg 54,21 Prozent der Anteile. Eine Entscheidung über den Verkauf dieser Anteile an Lamparski falle erst, wenn der Treuhandvertrag da sei, sagte Billen.

Der Bitburger Flugplatz werde nicht in Konkurrenz zu den Flughäfen Frankfurt-Hahn oder Findel in Luxemburg stehen, sagte Lamparski im luxemburgischen Mamer. "Wir wollen einen ganz neuen Markt erschließen und Flughäfen in Osteuropa anfliegen, die die anderen nicht anfliegen", sagte er. Vor allen in den Ländern, die neu in die Europäische Union eingetreten seien, sehe er großes Potenzial. Der Investor aus Asien habe den Zeitraum zum Ausbau des Flugplatzes von 14 auf unter 10 Jahre reduziert.

Der Flugplatz Bitburg war bis 1994 eine US-Air Base. Der heutige Regionalflugplatz mit Gewerbegebiet gilt als erfolgreiches Modell für den Umbau zu ziviler Nutzung. Der umstrittene Nürburgring war für 330 Mio. Euro ausgebaut worden. (dpa)

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