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Grüne Logistik

Studie: Kunden setzen Logistiker unter Zugzwang

27.04.2010 | Transport- und Logistikunternehmen geraten unter verstärkten Druck, die Waren ihrer Kunden umweltschonend zu transportieren. Mehr als jedes vierte Unternehmen aus der Konsumgüterindustrie und dem Einzelhandel verlangt bis 2012 von seinen Logistikdienstleistern den Nachweis ihrer CO2-Emissionen.

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Jeder fünfte Betrieb will seinen Transporteuren ein umfassendes Emissionsreporting zur Auflage machen. Das sind die Ergebnisse der Studie "Branchenkompass 2010 Transport" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Grüne Logistik wird damit immer mehr zum Wettbewerbsfaktor bei deutschen Unternehmen. Jedes zweite Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen spürt selbst den zunehmenden Druck durch die Verbraucher. Man arbeitet deshalb an einer Optimierung der Lieferkette mit dem Ziel, klimafreundlicher zu wirtschaften. Die Logistikfirmen geraten so unter Zugzwang, sich ebenfalls den steigenden Anforderungen zu stellen - beispielsweise mit einem zertifizierten Umweltmanagement, einem emissionsarmen Fuhrpark und einer sauberen Öko-Bilanz.

Eine Herausforderung ist dabei die fehlende Transparenz hinsichtlich der Treibhausgasbelastung durch die Transporteure. Je verzweigter die Lieferkette, desto schwieriger und teurer wird es für die Logistikunternehmen, für ein vergleichbares und gleichzeitig effizientes CO2-Reporting zu sorgen. "Einige Unternehmen arbeiten mit bis zu 150 Subunternehmern zusammen. Wenn alle Beteiligten eigene Emissions-Bilanzen erstellen, ist die Aussagekraft nur gering und eine Vergleichbarkeit der Unternehmen nicht gegeben", sagt Michael Kunkel von Steria Mummert Consulting.

Einheitliches Reporting angestrebt

Aktuell arbeitet Steria Mummert Consulting an einem einheitlichen CO2-Reporting für die gesamte Transport- und Logistikbranche. Ziel der Initiative ist, eine unternehmensübergreifende Lösung zur Erfassung von Treibhausgasemissionen und ein Modell für die CO2-Bilanzierung in der Logistikbranche zu etablieren. Die Idee: Eine neutrale Stelle sammelt und verarbeitet sämtliche relevanten Daten, wie Emissionen, Fahrstrecken, Fahrzeuge und Kraftstoffverbrauch, und erstellt auf dieser Grundlage vergleichbare Emissionsberichte.

"Bilanzierungsstandards und eine zentrale Erfassung der Emissionsdaten stärken die Aussagekraft und damit die Akzeptanz der CO2-Bilanzen. Gleichzeitig sinken die Kosten, weil beispielsweise die Subunternehmer der Logistiker ihr CO2-Reporting nicht an die Extra-Wünsche jedes ihrer Kunden anpassen müssen", verdeutlicht Kunkel die Vorteile der Initiative. (pkl)

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