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Das Investitionsvolumen in Logistikprojekte sank in diesem Jahr vorläufigen Zahlen zufolge im Vorjahresvergleich um 15 Prozent auf rund 510 Mio. Euro. Für 2010 erwarten Branchenvertreter eine Stagnation, danach werde es aber wieder aufwärtsgehen. Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) sprach am Donnerstag in Hannover von einer „Phase des Verschnaufens“.
Das Land wolle die wirtschaftlich schwierige Zeit nutzen, um gezielt in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren. Dabei werde auch ein teilweise vierspuriger Ausbau der Autobahn A 2 geprüft. Das Ministerium habe dazu eine Studie in Auftrag gegeben. Die A 2 als wichtige West-Ost-Achse gilt als chronisch überlastet und als Unfallschwerpunkt. Außerdem solle die Hinterlandanbindung der Häfen zügig vorangetrieben werden. Bode hob die Bedeutung des Jade-Weser-Ports und der Küstenautobahn hervor.
In diesem Jahr verzeichnete die Logistikbranche zwar keinen dramatischen Einbruch, sie spürte aber dennoch die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Zahl der Logistikprojekte sank 2009 von 104 im Vorjahr auf 80. Investitionen seien um zwei oder drei Jahre verschoben worden, sagte Stefan Schröder von der Logistikinitiative Niedersachsen. Niedersachsen als Transitland mit einer guten Verkehrsinfrastruktur aber habe mittel- und langfristig hervorragende Chancen als Logistikstandort, etwa für Distributionszentren internationaler Unternehmen.
Auf die derzeitigen Probleme bei den Speditionen verwies Mathias Krage, Vorstandschef des Vereins Logistikportal Niedersachsen. Viele Betriebe hätten wegen der Krise Insolvenz anmelden müssen. 2009 sei ein „enorm schwieriges Jahr“ gewesen. (dpa)





