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Das Unternehmen verdiente unter dem Strich 467 Mio. Schweizer Franken. Wie aus den am Montag veröffentlichen Bilanzzahlen hervorgeht, sind das 20,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund ist K+N zufolge eine außerordentliche Rückstellung im Zusammenhang mit einem drohenden Kartellrechtsverfahren in den USA in Höhe von 35 Mio. Franken. Die Unternehmensführung rechnet in diesem Verfahren zwar mit einem Vergleich, richtet sich aber trotzdem auf alle Eventualitäten ein. Vernachlässigt man diese Rückstellung läge der Gewinnrückgang 2009 in Folge der globalen Wirtschaftskrise bei 14,2 Prozent.
Der "beispiellose Umsatz- und Volumenrückgang im internationalen Güterverkehr" hat aber auch Kühne + Nagel getroffen. Als wichtige Maßzahl für Logistikunternehmen gilt der Rohertrag. Dieser lag K+N zufolge bei 5,9 Mrd. Franken, 6,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Umsatz ging um 19,4 Prozent auf 17,4 Mrd. Franken zurück. Er stellte die Differenz zwischen dem fakturierten Umsatz und Kosten wie Vergütungen etwa für Subunternehmer, Frachtführer oder Zollbehörden dar.
Trotz der Krise habe K+N in allen Sparten Marktanteile hinzugewinnen können, hieß es weiter. Für die Aktionäre wird eine Dividende in Höhe von 2,30 Franken pro Aktie in Aussicht gestellt. Trotzdem mussten die Anteilsscheine im frühen Handel in Zürich verliste hinnehmen: das K+N-Papier sank um 0,36 Prozent auf 97,10 Franken. Im Frankfurter Handel fiel der Verlust noch größer aus – dort lagen die Aktien des Logistikers knapp 0,6 Prozent niedriger bei 66 Euro.
Verhaltener Ausblick
Kühne + Nagel rechnet zwar mit einem allmählichen Aufschwung, spricht aber auch von einer anhaltenden Unsicherheit bezüglich der Nachhaltigkeit des Erholungsprozesses der Weltwirtschaft. "Unsere Zielsetzung ist es, in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes profitables Wachstum zu realisieren", umreißt Reinhard Lange, Vorsitzender der Geschäftsleitung, die Erwartungen für 2010. (pkl)







