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„Es ist genau das richtige Forum zur richtigen Zeit“, unterstrich Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Er zeigte sich überzeugt, dass von der Messe wichtige Impulse ausgehen werden.
Die Wirtschaft befindet sich in einer einzigartigen Krise, die sich auf Europa, die USA und Asien gleichermaßen erstreckt. Trotz der derzeitigen Flaute rechnet der Verkehrsminister bis 2025 mit „einem gigantischen Anstieg des Güterverkehrsvolumens“. Zugleich werden künftig vermehrt Umweltauflagen zu erfüllen sein. „Die Lieferketten sind daher so intelligent zu verzahnen, dass jeder Verkehrsträger optimalen Nutzen bringt.“
Besonnenheit und wohlüberlegte Entscheidungen sind momentan angeraten. Ein entscheidender Punkt dabei ist, Mobilität nicht einzuschränken. Das sagte Matthias Ruete, Generaldirektor der Europäischen Kommission für Energie und Verkehr, im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Anschluss an die Eröffnung. Vor einigen Monaten habe es noch danach ausgesehen, dass die europäische Politik mit Protektionismus auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise reagiere. Diese Gefahr hält Ruete jedoch mittlerweile für gebannt. Die europäischen Länder müssten weiterhin gemeinsam den Binnenmarkt stärken. Dann könne sich die Logistikwirtschaft auch künftig im weltweiten Wettbewerb behaupten.
Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL), hält langfristig ein Wachstum von 2 bis 3 Prozent für realistisch – und das über einen sehr langen Horizont. „Wir müssen uns auf Zyklen einstellen; momentan befinden wir uns in einem Abwärtsschwung“, stellte Klinkner fest. Innerhalb der Lieferkette würden künftig die Themen Cash Management, Supply-Chain-Finanzierung und Working Capital an Bedeutung gewinnen.
Auch Kühne ist zuversichtlich
An das Wachstum der Logistikbranche glaubt auch Klaus-Michael Kühne von der Kühne + Nagel International AG: „Der schlimmste Punkt ist überwunden.“ Mittelfristig werde der Welthandel wieder auf Touren kommen, allerdings nicht wie zu Zeiten des Booms der vergangenen Jahre. Außerdem forderte Kühne, die Verkehrswege so zu gestalten, dass mehr Güterverkehr auf der Schiene transportiert werden kann. Dafür müssten auf den Hauptstrecken spezielle Trassen geschaffen werden, ähnlich wie das in Frankreich der Fall sei. DVZ 14.5.2009 (rok)





