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Der Ausbau der Logistik sei dringend erforderlich, damit Hugo Boss seine Wachstumsziele erreichen könne, sagte Finanzvorstand Mark Langer am Dienstag. Der Modekonzern will seinen Umsatz von 1,73 Mrd. EUR im Jahr 2010 auf 3 Mrd. EUR im Jahr 2015 steigern. In dem neuen Distributionszentrum für Liegewaren wie Hosen, T-Shirts, Unterwäsche, Taschen und Schuhe sollen mehr als 500 Menschen arbeiten.
Nachdem das geplante Hochregallager in Metzingen und Nürtingen an massiven Protesten gescheitert war, werde es in Filderstadt von Anfang an eine transparente Bürgerbeteiligung geben, versprachen Langer und Oberbürgermeisterin Gabriele Dönig-Poppensieker (SPD).
Trotz der Dimension des Gebäudes rechnet die Rathauschefin mit keinem starken Widerstand aus der Bevölkerung. "Das ist ja ein bereits bestehendes Gewerbegebiet", sagte sie.
Anders als in Metzingen und Nürtingen will Hugo Boss in Filderstadt mit mehreren Gebäuden dafür sorgen, dass die Architektur schlanker wirkt. Trotzdem werden die Gebäude insgesamt 253 m lang, 122 m breit und bis zu 21 m hoch sein.
Ob Hugo Boss nach er Eröffnung des neuen Distributionszentrums seine bisherigen Liegewarenlager in Wendlingen und Frickenhausen (beide Kreis Esslingen) schließt, werde erst in einigen Jahren entschieden, sagte Langer. Die 300 Mitarbeiter dort könnten dann aber auf jeden Fall nach Filderstadt wechseln.
Am 7. Februar will die Oberbürgermeisterin das Konzept in einer Bürgerversammlung vorstellen. Wenn alles gut gehe, könne der Gemeinderat im Oktober endgültig grünes Licht für die nötige Änderung des Bebauungsplans geben.
Hugo Boss will in den nächsten Jahren außerdem ein neues Geschäft in der Outletcity am Unternehmenssitz in Metzingen bauen und in die Erweiterung der Firmenzentrale investieren. Die Investitionen von insgesamt 150 Mio. EUR seien ein Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg, teilte der Konzern mit. (dpa)
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