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Hafen Hamburg

HHLA: Umsätze werden weiter sinken

Der weltweite Frachtrückgang traf auch
die HHLA. (Bild: HHLA)

31.03.2010 | Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gibt nach den Einbrüchen im vergangenen Jahr noch keine Entwarnung. Für 2010 stellte das Unternehmen am Mittwoch nur eine leichte Mengenerholung in Aussicht.

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Der Konzernumsatz soll noch einmal schrumpfen und unter dem Vorjahreswert von 990,7 Mio. Euro liegen. Der Einbruch des Welthandels hatte die HHLA besonders hart getroffen. Der Umsatz der Hafenlogistik sank 2009 von 1,3 Mrd. auf 962,9 Mio. Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter sackte von 154,5 auf 46,7 Mio. Euro. Die Hamburger schlagen für 2009 eine Dividende von 40 Cent vor, nach 1 Euro ein Jahr zuvor.

Galt über viele Jahre die Faustformel, dass der interkontinentale Containerverkehr zwei bis drei Mal so schnell wächst wie die weltweite Wirtschaftsleistung, so geht es seit Beginn der Krise in die umgekehrte Richtung. Der Containerverkehr mit Asien und Osteuropa, welcher in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt hatte, brach besonders stark ein.

Vorstandschef Klaus-Dieter Peters zeigte sich dennoch zufrieden und begründete die Verhinderung schlimmerer Einbrüche mit dem Sparprogramm "Zukunftssicherung". Diese Sparanstrengungen will er auch in diesem Jahr fortsetzen. 2009 hatte die HHLA den Einsatz externer Beschäftigter verringert, Kurzarbeit eingeführt und das Arbeitsvolumen in Hamburg um ein Fünftel zurückgefahren. Derzeit verhandelt die Führung mit Arbeitnehmervertretern über die Arbeits- und Ablauforganisation am Container Terminal Burchardkai. Zuletzt war die HHLA mit dem Vorschlag vorgestoßen, Zuschläge für Wochenend- und Mehrarbeit zu kürzen.

Auch Intermodal mit starken Einbußen

Die beiden Gewinngaranten, die Container- und die Bahnsparte Intermodal, litten 2009 stark unter dem Einbruch des Welthandels. Die Container-Terminals in Hamburg und Odessa verzeichneten wegen der Rezession in Osteuropa einen Umschlagrückgang um ein knappes Drittel auf 4,9 Millionen Standardcontainer. Das Betriebsergebnis halbierte sich auf rund 150 Mio. Euro. Im Bahngeschäft verschärfte sich der Wettbewerb für die HHLA, so dass die HHLA erhebliche Preiszugeständnisse machen musste. Der Betriebsgewinn brach ebenfalls um knapp die Hälfte auf 21,9 Mio. Euro ein. Das Geschäft mit dem Umschlag von Erz, Kohle, Fahrzeugen und Früchten hielt sich besser und verzeichnete nur einen geringfügigen Rückgang. (dpa)

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