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Häfen und Konjunktur

Hamburg spürt den zarten Frühjahrshauch

Im Hamburger Hafen geht es wieder stetig aufwärts. (Bild: HHLA)

17.05.2010 | Der Containerumschlag im Hamburger Hafen kommt im zweiten Quartal in Schwung. Im März stiegen die Zahlen dank des Asienhandels erstmals wieder an. Und der Abstand zu den europäischen Konkurrenten verringert sich dadurch wieder.

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Im Vergleich zu 2009 könnte es ein Plus von rund zehn Prozent werden, prognostizierte Claudia Roller vom Hafen Hamburg Marketing-Vorstand am Montag. "Auch in Hamburg geht es langsam aber sicher bergauf." In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Umschlag mit 1,8 Millionen Containern (TEU) noch um vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Im März drehte die Entwicklung aber ins Positive. Mit 642.000 TEU wurde ein Plus von 10,9 Prozent erreicht. Damit gelinge es der Hansestadt, wieder Anschluss an die Entwicklung der Konkurrenzhäfen zu finden, sagte Roller.

Positiv bewertete sie die Aufnahme mehrerer neuer Containerlinien seit Jahresbeginn zum Beispiel in den Ostseeraum und nach Asien. Etliche Dienste waren während der Finanz- und Wirtschaftskrise eingestellt worden. Das wieder sehr hohe Wirtschaftswachstum in China werde sich auf den Umschlag im Hamburger Hafen auswirken, sagte Roller. Optimistisch stimme auch die Entwicklung in Brasilien.

Beim Containerverkehr ist Hamburg seit Ende 2008 wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zurückgefallen. So wurden im ersten Quartal dieses Jahres so viele TEU umgeschlagen wie im Vergleichsquartal 2005. Der höchste Wert war 2008 mit 2,5 Millionen Stück erreicht worden. Im Juli soll erstmals ein Containerschiff mit einer Ladekapazität von 14.000 TEU den Hamburger Hafen anlaufen.

Import liegt über Export

Der Gesamt-Güterumschlag im Hamburger Hafen stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 4,6 Prozent auf 28,6 Millionen Tonnen. Dabei stieg der Import mit 6,0 Prozent (16,7 Millionen Tonnen) stärker als der Export mit 2,7 Prozent (11,9 Millionen Tonnen). Der Massengutumschlag legte mit 11,9 Prozent (9,9 Millionen Tonnen) deutlich stärker zu als der dominierende Stückgutumschlag mit 1,1 Prozent (18,6 Millionen Tonnen).

Den größten Zuwachs gab es beim sogenannte Greifergut, zu dem zum Beispiel Eisenerz gehört. Das Plus von 49,7 Prozent auf 4,7 Millionen Tonnen zeige, dass Eisenerz besonders von der Krise betroffen war und jetzt profitiere, weil Hüttenbetriebe ihre Hochöfen nach und nach wieder in Betrieb nehmen. (dpa)

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