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Das Konzernergebnis schrumpfte von 20 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 4 Mio. Euro, wie der Konzern, der im Börsenindex MDax gelistet ist, am Dienstag mitteilte. Analysten hatten ungefähr 12 Mio. Euro erwartet. Auf den Gewinn drückten vor allem die steigenden Zinsaufwendungen für den Ausbau des größten deutschen Flughafens, der eine neue Landebahn und weitere Abfertigungsstätten erhält.
Auch das Flugverbot wegen der isländischen Aschewolke wird auf den Gewinn durchschlagen: Fraport bezifferte die Verluste wegen der fünftägigen Sperre im April auf 20 Mio. Euro beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda).
Trotz der widrigen Umstände im ersten Quartal wie Pilotenstreik, Wintereinbruch und Orkantief erhöhte Fraport-Chef Stefan Schulte das Ziel für das Jahresergebnis. Es sollte vor allem mit Hilfe der im Ausland betriebenen Konzernflughäfen das Vorjahresniveau wieder erreichen. 2009 hatte Fraport unter dem Strich rund 157 Mio. Euro verdient.
Gebühreneinigung bis 2015
Im ersten Quartal 2010 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 4,3 Prozent auf 476,1 Mio. Euro. Dazu haben unter anderem erhöhte Entgelte für die Flugzeugabfertigung beigetragen. Mit den Fluggesellschaften wurden die Gebühren bis ins Jahr 2015 vereinbart. Das Finanzergebnis lag in den ersten drei Monaten 2010 mit 42,3 Mio. Euro im Minus. Im Jahr zuvor war es in erster Linie wegen Sondereinflüssen um rund 30,4 Mio. Euro günstiger ausgefallen, wie Fraport berichtete.
Das Frachtgeschäft hat zuletzt wieder deutlich angezogen. Trotz Asche wurden im April mit knapp 170.000 Tonnen Luftfracht und Luftpost rund 21,2 Prozent mehr abgefertigt als vor Jahresfrist. Mit dem Sommerflugplan wuchs die Zahl der Starts in Frankfurt um zwei Prozent. Vor allem gibt es zusätzliche Interkontinentalverbindungen und Frachtflüge. (dpa)






