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Der Flughafen Leipzig-Halle sieht der Betriebsfreigabe des Flughafens Cochstedt sehr gelassen entgegen. "Eine Betriebsfreigabe bedeutet noch lange nicht, dass ein Flughafen vom Markt angenommen wird", sagte der Leiter Konzernkommunikation der Mitteldeutschen Flughafen AG, Felix Zimmermann, am Dienstag. "Cochstedt ist in der Mitte von Nichts." Der Betreiber müsse noch Millionen investieren, etwa in die Einrichtung einer Zoll- und Passkontrolle, Feuerwehren, Tankanlagen sowie in die Infrastruktur. Das Land Sachsen-Anhalt will am morgigen Mittwoch den Eigentümern den Bescheid zur Betriebsfreigabe offiziell übergeben.
Die Linke-Fraktion im Landtag befürchtet, dass auf Sachsen-Anhalt weitere Kosten in Zusammenhang mit Cochstedt zukommen. Vorausgesetzt, das Betreiberkonzept gehe auf, würde vom Jahr 2011 an Fluggäste von Cochstedt aus ihre Reise beginnen oder beenden. Dafür seien erhebliche Aufwendungen in die Infrastruktur notwendig, teilte Guido Henke (Linke), Mitglied des Finanzausschusses (Linke) mit.
Andererseits könnte Cochstedt Fluggäste vom Flughafen Leipzig- Halle, an dem auch das Land-Sachsen-Anhalt Anteile hält, abziehen. Allein in diesem Jahr zahle das Land ein Investitionszuschuss von 14,4 Mio. Euro. Sinkende Gästezahlen in Leipzig-Halle würden die Betriebskosten dort erhöhen, was Zuschüsse seitens der Eigentümer notwendig machen könnte. Auch Sachsen-Anhalt hätte sich dann daran zu beteiligen, argumentierte die Linke.
Eigentümer wollen Frachtzentrum bauen
Die Airport Development A/S, eine Aktiengesellschaft aus Kopenhagen, hatte den Flugplatz vor vier Monaten für 1,5 Mio. Euro vom Land gekauft. Sie hatte angekündigt, Cochstedt auch zu einem Frachtumschlagplatz ausbauen zu wollen und in den kommenden Jahren bis zu 150 Arbeitsplätze zu schaffen. (dpa)






