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Deutsche Post (DP), Panalpina und Logwin haben wie zuvor schon Kühne + Nagel und DB Schenker im ersten Halbjahr von der konjunkturellen Erholung profitiert und sehen der Zukunft nun wieder weitgehend zuversichtlich entgegen. Gerade im zweiten Jahresviertel verschickten die Unternehmen deutlich mehr Güter, was sich in Mengenzuwächsen in der See- und Luftfracht widerspiegelt.
DHL-Sparten treiben DP
„Als Motor des globalen Handels haben wir im zweiten Quartal stark von der Belebung der Weltwirtschaft profitiert“, betonte Deutsche-Post-Chef Dr. Frank Appel am Dienstag vergangener Woche. Dabei hätten sich vor allem die DHL-Bereiche – also Spedition, Kontraktlogistik und Expressgeschäft – „nachhaltig als Wachstumstreiber für den Konzerngewinn entwickelt“.
Im Fracht- und Speditionsgeschäft habe sich „der seit dem zweiten Halbjahr 2009 zu beobachtende Trend steigender Volumina im zweiten Quartal 2010 fortgesetzt“, sagte Appel. Die Folge: Die Sparte schwang sich im zweiten Jahresviertel mit einem Plus von 35,6 Prozent auf 3,6 Mrd. EUR zum umsatzstärksten Bereich auf. Gleichzeitig verdiente die Deutsche Post hier mit 102 Mio. EUR deutlich mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 29,1 Prozent). Dabei hätten die Margen zwar unter den „gestiegenen Marktpreisen für Transportleistungen“ gelitten. Es sei aber zunehmend gelungen, diese an die Kunden weiterzureichen.
Auch in der Logistiksparte spürte der Bonner Konzern den Aufschwung. Das machte sich in zahlreichen neuen Geschäftsabschlüssen und gestiegenen Mengen bei Bestandsverträgen bemerkbar und spülte rund 260 Mio. EUR zusätzlich in die Kasse. Der Bereichserlös verbesserte sich um ein Zehntel auf fast 3,4 Mrd. EUR, das operative Ergebnis (Ebit) hat sich auf 55 Mio. EUR mehr als verdreifacht. Die beiden Sparten steuerten damit mehr als die Hälfte zum Konzernumsatz (12,8 Mrd. EUR) und zum operativen Ergebnis (253 Mio. EUR) bei.
Panalpina wächst über Schnitt
Auch bei Panalpina hat sich die Geschäftslage im zweiten Quartal deutlich gebessert. Die Frachtvolumina seien überdurchschnittlich gesteigert und Marktanteile gewonnen worden, teilte CEO Monika Ribar am Mittwoch vergangener Woche mit. In der Luftfracht buchten die Schweizer gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal ein Aufkommensplus von 36 Prozent, in der Seefracht von 19 Prozent. Dies führte zu einem Umsatzzuwachs von 58,2 Prozent (auf 957 Mio. CHF/696,4 Mio. EUR) in der Luftfracht, während der Rohertrag um 21,5 Prozent auf 127,3 Mio. EUR stieg. In der Seefracht lag der Rohertrag mit 82,2 Mio. EUR hingegen noch um 4,2 Prozent unter Vorjahr. Der Erlös stieg um ein Drittel auf 521 Mio. EUR.
Mit 67,7 Mio. EUR landete der Schweizer Konzern im zweiten Jahresabschnitt trotzdem deutlich in den roten Zahlen. Ausschlaggebend ist eine Rückstellung von 128 Mio. CHF (93,1 Mio. EUR) in Zusammenhang mit den anhaltenden Kartellermittlungen in den USA.
Freude bei Logwin
Grund zur Freude hat auch der geschrumpfte Logistikkonzern Logwin. „Die Fokussierung auf Solutions und Air + Ocean trägt erste Früchte“, kommentierte CEO Berndt Michael Winter. Wachstumstreiber war auch hier in erster Linie die See- und Luftfracht mit einem Umsatzplus von 73 Prozent auf 163,9 Mio. EUR. Insgesamt erlöste Logwin im zweiten Quartal 328,8 Mio. EUR (plus 29 Prozent) und erzielte ein Ebit von 2,7 Mio. EUR nach einem Verlust im Vorjahresquartal. (DVZ 5.8.2010)







