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Erster Rammschlag für den zweiten Liegeplatz

Bode: Ausbau sichert Hafenstandort

In der Computeranimation wird der geplante
Ausbaustand deutlich. (Bild: Niedersachsen Ports)

09.04.2010 | Mit einem ersten Rammschlag hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) am Freitag den Beginn der Baumaßnahmen für die Errichtung eines zweiten Liegeplatzes am Niedersachsenkai in Brake gestartet.

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Mit einer zusätzlichen Kailänge von 180 Metern, davon 120 Meter in nördlicher und 60 Meter in südlicher Verlängerung, bietet der erweiterte Niedersachsenkai in Brake mit einer Gesamtlänge von 450 Metern die Anlegemöglichkeit für zwei Großschiffe.

"Der Seehafen Brake platzt aus allen Nähten. Durch die erfreuliche Umschlagsentwicklung der vergangenen Jahre ist der Bedarf an Hafenflächen enorm gestiegen. Mit dem Bau eines zweiten Liegeplatzes am Niedersachsenkai wollen wir die Chancen des Hafenstandortes vollständig nutzen und mit dieser weiteren Investition Raum für zukünftiges Wachstum und Arbeitsplätze schaffen", sagte Bode.

Insgesamt werden für dieses Bauprojekt 17,5 Mio. Euro investiert. Eine im Dezember 2008 zwischen der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG getroffene Kooperationsvereinbarung sieht eine Teilfinanzierung durch ein Darlehen der SMG vor, das durch umschlagorientierte Leistungsraten getilgt wird. Damit ist das landeseigene Hafenunternehmen Niedersachsen Ports in der Lage, den zweiten Liegeplatz vorzeitig zu realisieren. Die SMG geht davon aus, dass eine Bündelung von Ladungsmengen auf den Seehafen Brake betriebliche und wirtschaftliche Vorteile bietet. Für die Optimierung des Umschlages ist der zweite Schiffsliegeplatz notwendig.

Minister lobt private Investitionen

Bode zeigte sich erfreut über das finanzielle Engagement der Wirtschaft, dass aus seiner Sicht in der Hafenwirtschaft vorbildlich ist. "Bereits in der Vergangenheit haben die Unternehmer mit ihren Investitionen die staatlich geschaffene Infrastruktur belebt und damit Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze generiert. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft möchte ich auch künftig fortsetzen", sagte Bode.

Bereits im August 2009 wurde auf der Norderweiterung des Hafens Brake der Umschlagbetrieb aufgenommen. An den zweiten Liegeplatz schließen sich am Niedersachsenkai direkt rund 50 Hektar Hafenfläche und in der zweiten Reihe nochmals rund 60 Hektar für hafenaffine Industrieansiedlungen an. Diese Gewerbeflächen nutzen produzierende und weiterverarbeitende Unternehmen, die auf den Hafen und die weiteren Infrastrukturanlagen, wie Gleise und Straßen, angewiesen sind.

Der Niedersachsenkai ist mit drei Krananlagen bestückt: zwei Brückenkräne mit einer Tragfähigkeit von 45 Tonnen, die im Laufe des Frühjahres auf 60 Tonnen Tragfähigkeit ertüchtigt werden sowie ein Hafenmobilkran mit einer Tragfähigkeit von 140 Tonnen.

Umschlag von Massengütern

Im Seehafen Brake werden Massengüter wie Getreide, Futter- und Düngemittel sowie Schwefel und als Stückgüter Holz, Zellulose, Papier, Eisen und Stahl umgeschlagen. Daneben verzeichnet der Hafen Brake derzeit erhebliche Zuwächse beim Export von Projektladungen und Windenergieanlagen. (pkl)

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