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Schifffahrt und Handel

BLG konzentriert sich auf Handelslogistik

Vor allem für Automobillogistik war BLG bisher bekannt. (Bild: BLG)

04.05.2010 | Der Hafendienstleistungskonzern BLG Logistics Group muss sich vorerst von Rekordergebnissen verabschieden. Für die Zukunft will sich das Unternehmen Kompetenzen in den Bereichen Offshore- und Handelslogistik erwerben.

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In der globalen Krise sei das Ergebnis vor Steuern im vergangenen Jahr um 80 Prozent auf 16,5 Mio. Euro geschrumpft, sagte der BLG-Vorstandsvorsitzende Detthold Aden am Dienstag bei der Vorstellung der Bilanz 2009. Auch für das laufende Jahr rechne er mit ähnlichen Zahlen. "Zuverlässige Marktindikatoren sind derzeit Mangelware." Eine Erholung werde es erst 2011 geben. Dennoch will das Unternehmen eine Dividende von 25 Cent pro Aktie zahlen (2008: 40 Cent).

Sinkenden Umschlagszahlen und rückläufigen Gewinnen will BLG mit neuen Geschäftsfeldern begegnen. Dazu gehöre die boomende Offshore-Windenergie und die Handelslogistik, sagte Aden. So sei in Bremerhaven ein Terminal zur Offshore-Verladung von Windenergie-Anlagen geplant. Stellflächen seien aufgrund der Rückgänge im Auto- und Containerumschlag vorhanden. Für das neue Geschäftsfeld solle die BLG Windenergie Logistics gegründet werden, sagte Aden. Kundengespräche liefen, ein erster Abschluss werde noch im Mai erwartet.

Die Umsatzerlöse im Konzern sanken 2009 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 818,5 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern schrumpfte um 80 Prozent auf 16,5 Mio. Euro. "Das ist völlig unbefriedigend", sagte Aden. Aber die Seehäfen seien von der Krise besonders getroffen worden. Auch für das laufende Jahr rechne er mit ähnlichen Ergebnissen. Zwar seien die Umschlagszahlen im ersten Quartal deutlich gestiegen, seien aber vielleicht nur ein "Strohfeuer", sagte Aden weiter. "Zuverlässige Marktindikatoren sind derzeit Mangelware." Für allem für den Automobilbereich sieht Aden schwarz. "Es wird lange dauern, bis wir wieder zwei Millionen Autos in Bremerhaven haben."

Sparmaßnahmen greifen

Dennoch will das Unternehmen für 2009 eine Dividende von 25 Cent pro Aktie zahlen (2008: 40 Cent). Das soll der Hauptversammlung am 3. Juni vorgeschlagen werden. Das Jahr mit schwarzen Zahlen abzuschließen, sei ein Kraftakt gewesen, der "allein mit Sparmaßnahmen und hartem Kostenmanagement" nicht zu schaffen war, sagte Aden. "Das hat auch auf der Personalseite Zugeständnisse gefordert." Zum 31. Dezember 2009 waren im Konzern knapp 5900 Mitarbeiter beschäftigt, ein Jahr zuvor waren es rund 6400. Weltweit bietet die BLG mit ihren Beteiligungen zurzeit etwa 14.500 Arbeitsplätze, 1300 weniger als 2008. (dpa)

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