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Hafengesellschaft versichert: "Inbetriebnahme nicht gefährdet"

Baumängel am JadeWeserPort

08.02.2012 | An der Kaimauer des JadeWeserPort (JWP) in Wilhelmshaven sind Baumängel aufgetreten, sie "gefährden aber nicht die Inbetriebnahme des Containerterminals am 5. August dieses Jahres", versichert die Geschäftsführung der JWP-Realisierungsgesellschaft. "Die Standsicherheit der 1725 Meter langen Hauptkaje war und ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen."

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Eurogate als künftiger Betreiber des Containerterminals wollte sich am Montag nicht zu der Frage äußern, ob der Terminplan einzuhalten ist. Schließlich muss die Standsicherheit der 1800 Tonnen schweren Containerbrücken gewährleistet sein, von denen die ersten vier bereits auf dem Weg nach Wilhelmshaven sind. "Wir müssen das Gutachten abwarten", sagte eine Sprecherin des Unternehmens der DVZ.

An bisher 47 Stellen sind die Stahlbohlen der Spundwand dort, wo die Profile ineinandergreifen, auseinandergedrückt worden. Allerdings ist bisher nur der Bereich bis 14 Meter Wassertiefe untersucht worden. Bis Ende Februar sollen Taucher die tiefer liegenden Abschnitte des Bauwerks kontrollieren.

Aus keiner der sogenannten Schlosssprengungen laufe Sand in die bereits auf Endtiefe ausgebaggerte Liegewanne aus, stellt die Hafengesellschaft dazu fest. Durch Hochdruckinjektion von Zement werde der Sand hinter der Spundwand in gefährdeten Bereichen gefestigt. "Die endgültige Sicherung der Schadstellen mit vorgeschweißten und vermörtelten Stahlplatten erfolgt witterungsabhängig ab der sechsten Kalenderwoche 2012." Dieses Verfahren entspreche dem Stand der Technik. Die Schadensursache werde nun unter anderem durch einen Gutachter des Bauleistungsversicherers ermittelt. DVZ 7.2.2012 (wö)

Das Stichwort

Spundwand

Üblicherweise wird beim Bau einer Kaimauer zunächst eine Spundwand errichtet, die aus einzelnen Spundbohlen besteht. Etwa 4000 sind am JadeWeserPort (JWP) in den Untergrund gerüttelt worden. An den Seitenkanten greifen diese Profile mittels sogenannter Schlösser ineinander. Beim Rammen wird jede Diele durch das Schloss der zuletzt eingebauten Bohle seitlich geführt. Sie werden so kraftschlüssig und wasserdicht miteinander verbunden. Um einen sicheren Halt zu geben, sind an der Jade Tragbohlen von bis zu 51 Meter Länge und einem Gewicht von bis zu 38 verbaut worden. Um die Hafenfläche von 360 ha herzustellen, sind mehr als 40 Mio. m3 Sand eingespült worden. Die hohen Lasten der Containerbrücken werden auch in Wilhelmshaven zusätzlich von besonders tief gegründeten Fundamenten aufgefangen. In der Zone von der Kaikante bis zur hinteren Kranbahn sind Pfähle bis über 43 m unter Normalnull gerammt worden.

 www.jadeweserport.de

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