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Die Vorstandsentscheidung für Frankfurt beendet eine jahrelange Diskussion über einen Hauptsitz des Logistik-Geschäftsfeldes DB Schenker. Sitz des Konzerns Deutsche Bahn "bleibt selbstverständlich Berlin", sagte Vorstandschef Rüdiger Grube.
Aus Berlin werden rund 80 Manager von DB Schenker mit Logistikvorstand Karl-Friedrich Rausch an der Spitze nach Frankfurt wechseln. 60 andere Mitarbeiter, die zur deutschen Güterbahn DB Schenker Rail gehören, werden zum Teil nach Frankfurt, zum Teil nach Mainz gehen, wie eine Bahnsprecherin erläuterte. In Mainz ist die Güterbahn DB Schenker Rail Deutschland beheimatet. Von dort sollen 150 bis 175 Mitarbeiter nach Frankfurt versetzt werden. Ferner ziehen aus Essen 15 Manager von DB Schenker Logistics nach Frankfurt.
Der Umbau betreffe nur die Führungsebene, sagte die Sprecherin.
Erhalten blieben die Standorte Mainz als Sitz der Güterbahn mit rund 1200 Mitarbeitern und Essen als Sitz der für Lkw-Verkehr, Luft- und Seefracht zuständigen Schenker AG.
Ansiedlung am Flughafen
"Mit einem vereinten Management stellen wir uns optimal auf", stellt Vorstand Rausch fest. "Frankfurt bot sich uns als Verkehrsknotenpunkt im Herzen Deutschlands und Europas an." Die neue Zentrale soll sich in der Nähe des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens befinden. Die Bahn hat bereits eine Immobilie in Aussicht. Wenn es damit klappe, werde der Umzug 2011 vollzogen, sagte die Bahnsprecherin. Im anderen Fall werde die Bahn voraussichtlich selbst bauen und den neuen Sitz erst in zwei Jahren beziehen.
Die Logistiksparte DB Schenker erwirtschaftet gut die Hälfte des Konzernumsatzes, 2009 waren es 15,3 Mrd. Euro. Dabei sprang im vergangenen Jahr aber lediglich ein operatives Ergebnis (Ebit) von 10 Mio. Euro heraus. Die Güterbahn fuhr in dem Krisenjahr mit minus 189 Mio. Euro in die Verlustzone. 199 Mio. Euro Gewinn erzielte der Geschäftsbereich Schenker Logistics. Insgesamt beschäftigt die Sparte mehr als 90.000 Menschen in 130 Ländern.
Die hessische Landesregierung hat sich erfreut über den Umzug der Logistiksparte nach Frankfurt gezeigt. "Frankfurt liegt im Herzen Europas und nimmt als internationaler Knotenpunkt im Flug-, Straßen- und Eisenbahnverkehr in Deutschland den Spitzenplatz ein", sagte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Die Ansiedlung bringe eine große Anzahl zusätzlicher Arbeitsplätze und gebe wichtige Impulse für das Wachstum, sagte Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP). (dpa)






