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Seit über zehn Jahren werden derartige Versuche von der AFC systematisch ausgewertet. Das Unternehmen ist seit 1973 auf die Strategie- und Organistionsberatung für Unternehmen der Ernährungswirtschaft spezialisiert.
Nach Feststellung der Berater hat es seit dem Jahr 2000 eine Vielzahl entsprechender Versuche gegeben, die alle aufgrund weniger Kernprobleme gescheitert sind:
- Der Einkauf im stationären Supermarkt kann nur durch vollständige Warenkörbe inklusive Frischwaren ersetzt werden.
- Die Belieferung muss die gekühlte Frische-Logistik beinhalten und das Problem der Nicht-Erreichbarkeit von Empfängern klären.
- Die resultierenden Kosten sind weder über die Produktmarge noch über weiter zu berechnende Versandkosten zu decken.
- Kunden, die Ware anschließend am Postschalter abholen sollen oder sie in Teillieferungen erhalten, sind kaum wieder für einen Folgekauf zu motivieren.
- Wirtschaftlich ist der Aufbau eigener Logistik-Center nicht darstellbar. Die Belieferung kann also nur aus bestehenden Verkaufsstätten heraus mit Kühlboxen im regionalen Umfeld erfolgen.
Der Erfolg des Geschäftsmodells des Unternehmens Tesco in Großbritannien ist nur in Zusammenhang mit den dort üblichen höheren Margen des Lebensmitteleinzelhandels zu verstehen, aus denen die lokale Belieferung subventioniert werden könne. Dr. Otto Strecker, Vorstand der AFC folgert, dass Online-Angebote für Lebensmittel nur unter folgenden Bedingungen attraktiv sein können:
- Der Händler bietet die Leistung als zusätzlichen Kundendienst und Instrument der Kundenbindung an, nicht aber als Geschäftsfeld mit Gewinnerwartung. Kenntnisse über Einkaufsgewohnheiten namentlich bekannter Kunden können interessante Marketing-Informationen auch für die Vermarktung anderer Produkte liefern.
- Der Händler konzentriert sich auf Spezialsortimente, wie zum Beispiel exotische Feinkost oder Spezialnahrungsmittel für Allergiker. (sm)







