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Schwefeluntergrenzen auf Nord- und Ostsee

von Oertzen: "Ungerechtfertigt und kontraproduktiv"

Die Diskussion über die Emissionen der Seeschifffahrt beschäftigt die Branche seit Jahren. (Foto: bdt)

09.08.2010 | Die von der Internationalen Maritimen Organisation (IMO) von 2015 an geplante Reduzierung des Schwefelanteils bei Schiffstreibstoffen auf 0,1 Prozent auf Nord- und Ostsee stößt weiter auf heftigen Widerstand.

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Dies sei ein gewaltiger technischer und kostspieliger Schritt, sagte der Geschäftsführer der Fährreederei TT-Line, Arndt-Heinrich von Oertzen, am Sonnabend in Rostock. Der Treibstoff würde sich um etwa 80 Prozent verteuern, die Tarife müssten um 20 bis 40 Prozent erhöht werden. Es käme zur Verlagerung der Gütern vom Schiff auf die Straße, was Deutschland als Drehscheibe des Lkw-Verkehrs besonders treffen würde.

Die IMO, ein Gremium der UN, hatte für die internationale Schifffahrt eine Reduktion des Schwefelanteils von 4,5 auf 3,5 Prozent beschlossen. Nur für die Nord- und Ostsee als besonders schützenswerte Gebiete solle der Gehalt auf zunächst 1,0 Prozent gesenkt werden. Im letzten Schritt von 2015 an solle ein Schwefelgehalt von 0,1 Prozent gelten.

Das sei eine ungerechtfertigte und kontraproduktive Benachteiligung der Schifffahrt auf Nord- und Ostsee, betonte von Oertzen. Besonders sei zu beachten, dass der Wert von 4,5 Prozent nie erreicht worden sei, tatsächlich habe der weltweite Durchschnittswert bei 2,5 bis 2,8 Prozent gelegen. Die weltweite Schifffahrt habe bis auf die auf der Nord- und Ostsee keinerlei Nachteile von der Neuregelung. Nach Ansicht der Reeder würde schon ein Gehalt von 0,5 Prozent zu einer erheblichen Umweltentlastung führen. Eine Tariferhöhung wäre nur „äußerst eingeschränkt zu erwarten“. (dpa)

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