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Dies kündigte Jean-Michel Dancoisne, ständiger Vertreter der SNCF bei der EU, im Gespräch mit der DVZ-Schwesterpublikation "Rail Business" an. Der Strategiewechsel sei bereits 2006 eingeleitet worden, sagte Dancoisne. SNCF-Präsident Guillaume Pepy forciere den Prozess. Staat und Staatsbahnen könnten nicht in einen Topf geworfen werden: "Die SNCF hat ihre eigene Unternehmensstrategie."
Die Überarbeitung des ersten Eisenbahnpakets ("Recast") soll nach Auffassung der SNCF mit der Liberalisierung des nationalen Personenverkehrs harmonieren, damit kein Recast des Recast notwendig wird.
Die sich abzeichnende Verzögerung des Recast betrachten die Französischen Eisenbahnen als negatives Signal der Kommission. Es sei unverständlich, dass dieses Vorhaben "ohne jegliche Transparenz und stichhaltige Gründe hinausgezögert" wird.
Kaum Koordination
Zur Rolle der Gemeinschaft europäischer Eisenbahnen CER stellte Dancoisne fest, die Meinungsunterschiede unter den Mitgliedern würden dadurch verschärft, dass es ein Nebeneinander von nicht integrierten Bahnen und Unternehmen mit Holdingstruktur gebe. Die SNCF achteten daher mit Nachdruck darauf, dass die CER nur abgestimmte Positionen nach Außen vertrete.
Nach Auffassung der Französischen Eisenbahnen ist es unerlässlich, dass in der EU so schnell wie möglich gleiche Spielregeln gelten. Dazu zähle insbesondere ein einheitliches Organisationsmodell für Eisenbahnunternehmen sowie für die nationalen Eisenbahnmärkte. "Hier kann nur ein Mehr an Europa Abhilfe schaffen", folgert der SNCF-Repräsentant bei der EU. DVZ 3.8.2010 (cd/ici)





