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Konjunktur

US-Wirtschaft legt zu

27.01.2012 | Das Wachstum in den USA zieht an - allerdings geringer als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit größten Volkswirtschaft stieg im vierten Quartal 2011 auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Freitag in Washington einer ersten Schätzung zufolge mitteilte.

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Allerdings hatten Experten mit einem Wachstum von drei Prozent gerechnet. Dennoch legt die US-Wirtschaft an Tempo zu: Noch von Juli bis September war sie lediglich um 1,8 Prozent gewachsen. Im zweiten Quartal 2011 betrug das Wachstum nur 1,3 Prozent - und von Januar bis März gar nur schlappe 0,4 Prozent. Nach den bisher vorliegenden Zahlen lag das Wachstum 2011 damit bei rund 1,7 Prozent.

Die positive Entwicklung sei unter anderem auf erhöhte Investitionen und eine Steigerung beim privaten Konsum zurückzuführen, teilte das Ministerium weiter mit. Allerdings äußerten sich erste Experten skeptisch. "Wir gehen mit weniger Dynamik in 2012 als die Leute gedacht haben", zitiert die Wirtschaftsagentur Bloomberg einen Analysten in New York.

Enttäuscht äußerte sich auch ein Experte der Commerzbank. "Das Wachstum ist vor allem durch den Lageraufbau getrieben worden, während Investitionen und Konsum schwach geblieben sind", sagte Bernd Weidensteiner, USA-Experte der Commerzbank, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Angesichts der niedrigen Sparquote und der zurückhaltenden Lohn- und Arbeitsmarktentwicklung sei beim privaten Konsum auch keine deutliche Erholung zu erwarten.

Interventionen erwartet

Die US-Notenbank dürfte sich laut Weidensteiner in ihrer expansiven Politik bestätigt sehen. "Sollte der Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag nicht sehr gut ausfallen, erwarte ich schon im März ein weiteres Anleihenkaufprogramm."

Zur Unterstützung der Konjunktur hatte die US-Notenbank kürzlich weiterhin Niedrigzinsen bis 2014 in Aussicht gestellt. Der Leitzins solle für weitere fast drei Jahre auf einem "außerordentlich niedrigen" Niveau bleiben. Der Zinssatz liegt schon seit Dezember 2008 zwischen null bis 0,25 Prozent. (dpa)

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