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BA-Chef Willie Walsh war wenige Stunden vor Beginn eines drohenden fünftägigen Ausstands beim Kabinenpersonal hoffnungsfroh, eine Einigung zu erzielen. Sollten die Gespräche scheitern, würden Notfallpläne den Betrieb weitestgehend aufrechterhalten.
Wütende Demonstranten hatten das Schlichtertreffen gestürmt. Walsh musste von der Polizei aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden, teilte Scotland Yard mit. Das Gespräch sei unter chaotischen Umständen beendet worden, hieß es. Mitglieder der britischen Sozialistischen Arbeiterpartei verschafften sich Zutritt zur 23. Etage des Bürohochhauses. Mit Sprechgesängen störten sie die Sitzung, nachdem sie ihr Parteitreffen in der Nähe beendet hatten. Sie wollten sich mit der Aktion mit dem Kabinenpersonal solidarisieren.
Bei der Schlichtung sollen sich beide Seiten angenähert haben. Ein Durchbruch sei greifbar nahe gewesen, sagte der BA-Konzernchef. Die Gewerkschaft versicherte, sie habe nichts mit der Stürmung zu tun. Die Polizei brachte etwa 100 Demonstranten aus dem Gebäude. Der Schlichter sprach von "furchterregenden", aber gewaltfreien Szenen. Walsh sei nicht verletzt worden, teilte die Fluggesellschaft mit.
Kritik an Twitter-Postings
BA kritisierte unterdessen heftig den Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Derek Simpson. Er soll die Gespräche im Internet live kommentiert haben. Beim Kurznachrichtendienst Twitter tauchten Kommentare unter seinem Namen auf. "Gespräche laufen noch . . . Immer noch zäh und Fortschritte hart erkämpft", heißt es dort. "Streit über acht gefeuerte Arbeiter." Walsh sagte, diese Kommentare hätten ihn "schockiert und verärgert".
British Airways machte im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März den höchsten Konzernverlust. Das Minus von 425 Mio. Pfund (derzeit rund 500 Mio. Euro) verursachte vor allem der Rückgang der Passagierzahlen, die Wirtschaftskrise und der harte Winter. (dpa)






