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Mehrere Piraten wurden verletzt. Das teilten die Ermittlungsbehörden in Moskau am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax mit. Zehn Seeräuber wurden festgenommen. Die 23 russischen Seeleute an Bord, die sich nach dem Überfall am Vortag im Radarraum verschanzt hatten, blieben unverletzt.
An der Befreiung seien auch Einheiten von Nato und EU beteiligt gewesen, berichteten russische Medien. Vor der Erstürmung habe ein US-Hubschrauber die Lage an Bord ausgekundschaftet. Es war das erste Mal, dass ein russisches Schiff von somalischen Piraten gekapert wurde. Die russische Marine patrouilliert wie auch Schiffe der EU-Mission Atalanta sowie der Nato vor der Küste Somalias, um Handelsschiffe vor Piratenangriffen zu schützen.
Gegen die Piraten sei ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden, sagte der Sprecher der Strafverfolgungsbehörden, Wladimir Markin. Nach Angaben des russischen Innenministeriums ist aber noch unklar, an wen die Somalier übergeben werden. Kremlchef Dmitri Medwedew hatte sich mehrfach für einen internationalen Gerichtshof zur Verurteilung von Piraten ausgesprochen.
Tanker auf dem Weg nach China
Gleich nach der Entführung hatte Medwedew dem in der Region kreuzenden Kriegsschiff "Marschall Schaposchnikow" befohlen, Kurs auf die unter liberianischer Flagge fahrende "Moscow University" zu nehmen. Generalstabschef Nikolai Makarow brach einen Besuch in Brüssel ab und leitete den Einsatz von Moskau aus.
Der Tanker ist im Besitz der staatlich kontrollierten Reederei Novoship und war am Mittwochmorgen im Golf von Aden etwa 350 Seemeilen östlich der jemenitischen Insel Sokotra überfallen worden. Das mit Öl im Wert von etwa 40 Mio. Euro beladene Schiff war auf der Fahrt nach China.
Somalische Piraten haben derzeit mehr als ein Dutzend Schiffe mit knapp 200 Mann Besatzung in ihrer Gewalt. Trotz der internationalen Kriegsschiffe im Golf von Aden und der Festnahme dutzender Seeräuber dauern die Überfälle auf internationale Handelsschiffe an.
Widerstand an Land
Kurz vor der Kaperung der "Moskowski Universitet" war ein südkoreanischer Frachter nordwestlich der Komoren knapp einer Attacke entkommen. Somalische Piraten haben derzeit mehr als ein Dutzend Schiffe mit knapp 200 Mann Besatzung in ihrer Gewalt. Trotz der Patrouillen internationaler Kriegsschiffe im Golf von Aden und der Festnahme dutzender Seeräuber dauern die Überfälle auf internationale Handelsschiffe unvermindert an.
Neuerdings droht den Piraten aber an Land Widerstand: Radikal-islamische Milizen haben in der vergangenen Woche eine der als Piratenhochburgen berüchtigten Hafenstädte besetzt. Die Seeräuber flohen und brachten die gekaperten Schiffe in einen anderen Hafen. (dpa)





