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Vor Internationaler Somalia-Konferenz

Seeräuber kapern im Sicherheitskorridor

13.05.2010 | Somalische Piraten haben erneut zwei Schiffe in ihre Gewalt gebracht. Im Golf von Aden enterten sie ein schrottreifes bulgarisches Schiff mit 15 Mann Besatzung.

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Der Chemietanker "Panega" wurde im international bewachten Korridor überfallen, teilte das bulgarische Außenministerium am Mittwoch mit.
Das ohne Beladung fahrende Schiff war nach Angaben der bulgarischen Seeflotte auf dem Weg nach Pakistan, wo es als Schrott verkauft werden sollte.

Am Mittwoch kaperten Seeräuber dann das griechische Containerschiff "Eleni P" 250 Seemeilen östlich der Küste von Oman. Die 26-köpfige Mannschaft, überwiegend philippinische Seeleute, sei unversehrt, sagte ein Sprecher der EU-Einsatzgruppe Atalanta.

Somalische Piraten haben derzeit rund 300 Seeleute in ihrer Gewalt. Erst vor wenigen Tagen kaperten Piraten den deutschen Chemietanker "Marida Marguerite", der unter der Flagge der Marshall-Inseln fährt und von Indien nach Belgien unterwegs war.

Kampf gegen Piraten Thema bei Konferenz

Mehr als 30 Kriegsschiffe der EU, der Nato und einer Reihe anderer Staaten sind im Golf von Aden ständig im Einsatz, um den Piraten Einhalt zu gebieten. Das von Bürgerkrieg zerrüttete Somalia hat selbst keine eigene Küstenwache. Die Bekämpfung der Piraterie soll Ende kommender Woche auch auf einer internationalen Konferenz der Vereinten Nationen in Istanbul erörtert werden.

Mit der Tagung vom 21. bis 23. Mai wollen die UN "die internationale Aufmerksamkeit nach Somalia zurückbringen und die Länder dieser Erde zur Hilfe anhalten", sagte Untergeneralsekretär Lynn Pascoe am Mittwoch in New York. "Wir wollen die kleine Unternehmerschar in dem Land stärken und Investitionen nach Somalia bringen."

Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Verwaltung. Die Übergangsregierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed wird von radikalislamischen Milizen hart bedrängt. In den vergangenen Wochen kamen allein in der Hauptstadt Mogadischu bei Kämpfen Dutzende Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Zivilisten. (dpa)

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