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Wie ein Sprecher des Infrastrukturunternehmens auf Anfrage bestätigte, besteht alternativ die Möglichkeit, die Strecke jeweils eingleisig zu sperren. In diesem Fall würden die Bauarbeiten aber bereits im kommenden Jahr beginnen. Fünf Jahre lang stünde die Strecke, die zu den am stärksten befahrenen in ganz Europa zählt, dann für jeweils zwei Monate im Sommer nur eingleisig zur Verfügung. Auch bei dieser Option wären zwei Vollsperrungen von einer beziehungsweise zwei Wochen unvermeidbar: in den Jahren 2011 und 2015.
Gleise müssen erneuert werden
Erneuert werden müssen die Gleise, 23 Durchlässe sowie die Tunnelgewölbe St. Jodok und Stafflacher Tunnel. Erforderlich sind ferner der Neubau einer Brücke sowie Modernisierungen im Unterwerk Mattrei für die Stromversorgung.
ÖBB Infrastruktur analysiert momentan den Sanierungsbedarf, um auf dieser Basis die Bauarbeiten zu planen. Mit allen Beteiligten – Politik, Behörden, Eisenbahn-Infrastrukturbetreibern und Autobahngesellschaften – würden Gespräche geführt, um eine von allen akzeptierte Variante für die Bauarbeiten zu finden. Alle Eisenbahnen sollen bis zum Sommer ihr Votum abgegeben haben.
Bei einer dreimonatigen Sperre wird eine Aufhebung des sektoralen Lkw-Fahrverbots geprüft. Der Bahnverkehr müsste umgeleitet werden.
Lokomotion: Existenz in Gefahr
Armin Riedl, Geschäftsführer des Operateurs Kombiverkehr sowie des Eisenbahnunternehmens Lokomotion, sieht die Existenz von Lokomotion für den Fall einer Vollsperrung gefährdet. Kein Unternehmen könne es sich leisten, die erforderliche Trucking-Kapazität auf der Autobahn für diesen Zeitraum zu reservieren, sagte er auf der Güterverkehrstagung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen am 9. Juni in München. DVZ 22.6.2010
Zu diesem Thema finden Sie in der DVZ vom 22. Juni 2010 auch einen Kommentar von Timon Heinrici, Parlamentskorrespondent in Berlin, auf Seite 2.






