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FNV Bondgenoten hatte gegen das Unternehmen geklagt, weil es aus Gewerkschaftssicht über eine windige Rechtskonstruktion polnische Fahrer systematisch ausgebeutet habe. Ähnliche Vorgehensweisen sind der Gewerkschaft auch von anderen Unternehmen bekannt. So ist mit Van den Bosch einer der führenden Bulk-Logistiker des Landes ins Visier der FNV geraten.
Die Unternehmen gehen nach Erkenntnissen der Gewerkschaft stets nach demselben Muster vor. Sie gründen in Niedriglohnländern wie Ungarn oder Polen Tochterfirmen. Diese beschäftigen über eine Zeitarbeitsfirma Fahrer, die dann Lkw steuern, die in den Niederlanden zugelassen sind und auch von dort aus eingesetzt werden. Die Fahrer werden zu den deutlich schlechteren Konditionen ihrer Heimatländer beschäftigt. Nach FNV-Recherchen werden auch Fahrer aus den neuen deutschen Bundesländern zu Dumpinglöhnen in den Niederlanden eingesetzt.
Niederländische Fahrer haben das Nachsehen, sie verlieren reihenweise ihren Job. Der ING-Bank zufolge verdient ein Fahrer aus Mittel- und Osteuropa bis zu 30 Prozent weniger als ein niederländischer Kollege. In der Gesamtkostenstruktur niederländischer Transportbetriebe kommen Lohn- und Lohnnebenkosten auf einen Anteil von bis zu 45 Prozent.
Nico Mooij hat sich inzwischen von den zu polnischen Konditionen beschäftigten Fahrern aus Polen getrennt. Nach Einschätzung der ING Bank könnte das Urteil dazu beitragen, die Wettbewerbsposition niederländischer Transporteure weiter zu schwächen. Auch ein Trend hin zu mehr hochwertigen Dienstleistungen sei aber denkbar. (DVZ 20.8.2011)






