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Lage in Griechenland normalisiert sich

Lastwagenfahrer beenden ihren Streik

02.08.2010 | In Griechenland können die Menschen wieder aufatmen. Der Streik der Lkw- und Tankwagenfahrer ist beendet. Am Montag gab es in fast allen Regionen des Landes wieder genug Benzin und Diesel.

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Nach dem Ende des Streiks der Tank- und Lastwagenfahrer in Griechenland hat sich die Lage am Montag fast vollständig normalisiert. "Alle Gemüse- und Obsthändler sind jetzt versorgt; es gibt kein Problem mehr", sagte im griechischen Fernsehen ein Händler im Zentralen Obstmark von Athen am Montagmittag. Wie der Verband der Tankwarte am Morgen mitteilte, sind fast 90 Prozent der Tankstellen des Landes mit Treibstoffen versorgt worden. Auch die Versorgung der Supermärkte mit Lebensmitteln normalisiert sich.

Der Streik hatte die Versorgung und den Tourismus erheblich getroffen. Wegen des Spritmangels mussten tausende Urlauber ihre Mietwagen abgeben. Andere, die mit dem Wohnmobil oder dem eigenen Wagen unterwegs waren, mussten auf Campingplätzen oder in Hotels ausharren. Hoteliers haben ausgerechnet, dass allein auf den Nachbarinseln Samos und Ikaria wegen der Streiks 100.000 Übernachtungen annulliert wurden.

Am Wochenende hatte das Militär auf Anordnung der Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou bereits die Belieferung von Krankenhäusern, Behörden, Elektrizitätswerken und anderen wichtigen Einrichtungen wie Häfen und Flughäfen übernommen. Unter Polizeischutz waren mehr als die Hälfte der Tankstellen in Athen und der zweitgrößten Stadt Thessaloniki versorgt worden. Auch viele Tankwagenbesitzer, die die Regierung zum Dienst verpflichtet hatte, setzten ihre Fahrzeuge ein.

Proteste gegen Liberalisierung des Arbeitsmarktes

Die Lastwagenbesitzer protestieren seit vergangenem Montag gegen den Plan der Regierung, jedem Inhaber eines Lkw-Führerscheins grundsätzlich das Recht auf eine Transportlizenz einzuräumen. Die Transportunternehmer sehen darin eine Enteignung ihres Vermögens, weil der Wert ihrer Lizenzen deutlich fallen wird. Heute kostet eine solche Lizenz bis zu 300.000 Euro. (dpa)

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