-Anzeige-
Schon kurz darauf hatte sich eine militante Gruppe mit angeblicher Verbindung zum Terrornetz Al-Kaida zu der Tat bekannt. Jetzt verdichten sich Beweise, dass es sich tatsächlich um einen Anschlag gehandelt haben könnte. Experten der Vereinigten Arabischen Emirate hätten am Schiff Spuren von Sprengstoff gefunden, berichtete die emiratische Nachrichtenagentur WAM am Freitag. Der Tanker sei wahrscheinlich von einem Boot angegriffen worden, das mit selbst hergestelltem Sprengstoff beladen war.
Der Vorfall hatte sich am 28. Juli auf hoher See zwischen Oman und dem Iran ereignet. Die «M. Star» war durch eine Explosion leicht beschädigt, ein indischer Mitarbeiter nach Angaben der Reederei leicht verletzt worden. Der Tanker hatte nach der Attacke den emiratischen Hafen Fudschaira angelaufen, den das Schiff nach Reparaturarbeiten inzwischen wieder verlassen hat.
An der Terrorversion hatte es zunächst Zweifel gegeben. So sprach der Direktor des Hafens von Fudschaira, Mussa Murad, von einem Erdbeben, das den Tanker erschüttert haben soll. Auf dem Tanker waren Fenster, Türen und ein Rettungsboot beschädigt worden. Auch Schifffahrtsbehörden im Oman und im Iran schlossen einen Anschlag zunächst aus. Zwischenzeitlich wurde auch darüber spekuliert, ob das Schiff mit einem U-Boot zusammengeprallt oder eine Seemine neben dem Frachter explodiert sein könnte. (dpa/sm)





