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„Für 2010 rechnen wir unter dem Strich mit einem Mengenzwuachs gegenüber 2009 von gut zehn Prozent“, sagte Hans Smits, Präsident des Hafenbetrieb Rotterdam (HbR), am Donnerstag in der Maasstadt bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen. Es werde „spannend, ob es dem Hafen gelingen werde, den 2009 erlittenen Mengenverlust bereits innerhalb eines Jahres wieder wettzumachen“, sagte Smits. Er rechnet mit einer langsamen Abflachung der Wachstumskurve in der zweiten Jahreshälfte.
Zwischen Januar und Juni gingen rund 213 Mio. t über die Kaikanten, ein Plus von 14,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresvergleichszeitraum. Sowohl die Importe als auch die Exporte legten dabei zu, und zwar um 14,7 Prozent auf 150 Mio. t bei den Einfuhren und um gut 15 Prozent auf 62 Mio. t im ausgehenden Verkehr. Als „bedeutendste Tonnenbringer“ definierte Smits für den aktuellen Berichtszeitraum „Container und Kohlen“. Smits weiter: „Rotterdam bekommt die Folgen des wieder auflebenden Welthandels direkt zu spüren.“ Bedeutende Wachstumsimpulse gingen dabei neben China auch von Deutschland aus.
Der Containerumschlag erreichte im 1. Halbjahr auf TEU-Grundlage rund 4,6 Mio. TEU. Das entspricht einem Mengenplus von 18 Prozent gegenüber 2009. Auf Gewichtsgrundlage verbesserte sich Rotterdam beim Boxenumschlag um 18 Prozent auf 55 Mio. t. Der Stückgutsektor als Ganzes weist für das erste Halbjahr rund 66 Mio. t aus, ein Plus von neun Mio. t. Zuwächse gab es sowohl im Ro/Ro-Verkehr, der mit Abstand für den Verkehr mit Großbritannien von Bedeutung ist, als auch beim konventionellen Stückgut. Letztgenannter verbesserte sich um 21 Prozent auf 3,3 Mio. t.
Der Massengutsektor erfreut sich, was das trockene Massengut angeht, vor allem beim Umschlag von Erzen und Schrott eines bemerkenswerten Wachstums. Smits sprach von einer „Nachfrageexplosion“ bei diesen zentralen Rohstoffen für die Eisen- und Stahlerzeugung, und zwar um 150 Prozent auf 21 Mio. t. Die großen Stahlhersteller, allen voran der für Rotterdam wichtige Großkunde Thyssen, erfreuten sich gut bis sehr gut ausgelastete Kapazitäten. Rückgänge gab es bei Kohlen und bei sogenanntem Agribulk. Insgesamt kam der Bereich trockenes Massengut in den ersten sechs Monaten auf 42 Mio. t (plus 45 Prozent).
Beim flüssigen Massengut kommt Rotterdam auf einen Zuwachs von fünf Prozent auf 104 Mio. t. Wichtige Positionen waren erneut der Rohölumschlag, der um drei Prozent auf 50 Mio. t anstieg, sowie der Umschlag von Mineralölerzeugnissen. Er verbesserte sich im aktuellen Berichtszeitraum um acht Prozent auf 38 Mio. t.






